Bild folgtKI-generierte IllustrationIlex aquifolium
Auch bekannt als: Hulstbaum, Stachelblattstrauch, Hülse, Gemeine Stechpalme, Stechlaub, Gewöhnliche Stechpalme, Stacheleiche, Walddistel, Christpalme, Stechpalme
88
Arten
interagieren
128
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren ledrigen, dornig gezahnten Blättern, die auch im tiefsten Winter glänzend grün bleiben, lässt sich die Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium) sofort erkennen. Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil für deinen Naturgarten, da sie besonders in der kalten Jahreszeit Schutz und Nahrung bietet. So profitiert beispielsweise die Raupe des Nachtschwalbenschwanzes (Ourapteryx sambucaria) von ihren Blättern, während Vögel wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) die Beeren schätzen. Mit diesem Strauch schaffst du ein dauerhaftes Gerüst in deinem Garten, das Tieren das ganze Jahr über als Rückzugsort dient. Wenn du eine robuste Pflanze für schattige Ecken suchst, machst du mit dieser Wahl alles richtig.
Immergrüne Festung und Winterbuffet für Wacholderdrossel und Schwanzmeise.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Stechpalme eine zentrale Lebensader für die heimische Fauna. Sie dient dem Nachtschwalbenschwanz (Ourapteryx sambucaria) als wichtige Raupenfutterpflanze. Im Winter, wenn Nahrung knapp wird, suchen Vögel wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) gezielt nach ihren Beeren. Auch die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) nutzt das dichte, immergrüne Blattwerk gern als geschützten Schlafplatz und Versteck vor Fressfeinden. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose-Pilze) fördert die Pflanze zudem ein gesundes Bodenleben in deinem Garten.
Die Europäische Stechpalme ist nicht kindersicher. Sowohl die Blätter als auch die Beeren sind giftig und dürfen nicht verzehrt werden; zudem besteht durch die dornigen Blattränder eine Verletzungsgefahr. Achte darauf, wenn kleine Kinder oder Haustiere in deinem Garten spielen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
6.34 m
Die Stechpalme bevorzugt einen Standort im Schatten oder Halbschatten. * Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, was bedeutet, dass die Erde gleichmäßig Feuchtigkeit halten kann, ohne dass Staunässe entsteht. * Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt sie in ganz normaler Gartenerde ohne zusätzliche Düngung bestens zurecht. * Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist. * Da sie langsam wächst, ist ein regelmäßiger Rückschnitt nicht zwingend erforderlich. * Sie geht im Boden eine Verbindung mit Arbuskulärer Mykorrhiza (einer Symbiose mit Pilzen zur besseren Nährstoffaufnahme) ein. * Wässere junge Pflanzen in trockenen Sommern regelmäßig, bis sie tief eingewurzelt sind. * Mulchen hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. * Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata) – beide teilen die Vorliebe für schattige Plätze und bilden zusammen ein blickdichtes, ökologisch wertvolles Dickicht für Vögel.
Die Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium) gehört zur Familie der Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae) und ist die einzige in Mitteleuropa heimische Art ihrer Gattung. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt natürlicherweise frische Buchen- und Tannenmischwälder. Auffällig ist ihre morphologische Anpassungsfähigkeit: Während die unteren Blätter zum Schutz vor Verbiss stark bewehrt sind, weisen die Blätter in den oberen Etagen oft einen glatten Rand auf. Als immergrüner Laubbaum erreicht sie ein hohes Alter und bildet eine glatte, silbergraue Rinde aus.
2 Videos zu Europäische Stechpalme


33 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
50 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →