Bild folgtKI-generierte IllustrationTurdus torquatus
37
Pflanzen
besucht
46
Interaktionen
dokumentiert
Die Ringdrossel (Turdus torquatus) erkennst du an ihrem dunklen Gefieder mit dem markanten, halbmondförmigen weißen Brustschild und ihrem flötenden, etwas melancholischen Gesang. Diese Vögel gehören zu den Allesfressern, wobei sie sich im Sommer von Insekten und im Herbst verstärkt von Beeren ernähren. Als Kurzstreckenzieher (Vögel, die keine weiten Distanzen zu den Winterquartieren überbrücken) kehren sie oft schon im zeitigen Frühjahr aus dem Mittelmeerraum zu uns zurück. Ihr Nest bauen sie bevorzugt in dichten Hecken oder Nadelbäumen. Falls du diesen seltenen Gast in deinem Garten unterstützen möchtest, solltest du heimische Gehölze wie den Blutroten Hartriegel, den Schwarzen Holunder oder die Schlehe erhalten. Auch die Früchte der Europäischen Stechpalme oder der Zwetschge werden von ihnen gerne als energiereiche Nahrung genutzt. In deinem naturnahen Garten finden sie zudem im Falllaub wichtige wirbellose Kleintiere wie Regenwürmer. Da sie sehr scheu sind, benötigen sie ruhige Ecken mit Rückzugsmöglichkeiten. Ein strukturreiches Umfeld mit Beerensträuchern wie dem Echten Faulbaum oder dem Purgier-Kreuzdorn hilft ihnen besonders während der anstrengenden Zugzeiten. Achte darauf, dichte Sträucher während der Brutzeit nicht radikal zurückzuschneiden.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Wie alle heimischen Vogelarten ist die Ringdrossel gesetzlich geschützt; ihre Nester dürfen niemals zerstört oder entfernt werden. Während der Brutzeit solltest du Störungen im Umfeld der Nistplätze unbedingt vermeiden. Eine Verwechslung mit einer weiblichen Amsel ist möglich, achte daher genau auf den weißen Latz.
Die Ringdrossel gehört zur Familie der Drosseln (Turdidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. Sie ist primär in den Hoch- und Mittelgebirgen Europas beheimatet, nutzt aber Gärten im Flachland regelmäßig als Rastplatz während des Vogelzugs. Von der gewöhnlichen Amsel unterscheidet sie sich deutlich durch den hellen Brustfleck und das geschuppte Aussehen der Flügelfedern. In Mitteleuropa ist sie vor allem als Charaktervogel lichter Bergwälder und alpiner Matten bekannt.
37 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →