Bild folgtKI-generierte IllustrationTurdus viscivorus Linnaeus, 1758
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An ihrer stattlichen Größe und der graubraunen Oberseite lässt sich die Misteldrossel sofort erkennen. Mit bis zu 29 Zentimetern ist sie unsere größte heimische Drosselart und wirkt deutlich kräftiger als die bekannte Amsel. Typisch sind die großen, runden, dunklen Flecken auf der hellen Unterseite und die weißen Unterflügel im Flug. Im zeitigen Frühjahr ab März legt das Weibchen meist 3 bis 5 Eier in ein aus Moos und Zweigen gebautes Nest hoch in Baumgabeln. Pro Jahr zieht das Paar oft zwei Generationen als Nesthocker (Vögel, die hilflos schlüpfen und im Nest gefüttert werden) groß. Während die Jungen im Frühling mit Regenwürmern und Insekten versorgt werden, fressen die Altvögel im Sommer Früchte vom Schwarzen Holunder (Sambucus nigra). Im Herbst und Winter stehen Beeren vom Eingriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna) und Gewöhnlichen Liguster (Ligustrum vulgare) auf dem Speiseplan. Als Teilzieher (Vögel, von denen nur ein Teil der Population im Winter wegzieht) bleibt sie oft auch im Februar in deinem Garten. Du kannst die Art fördern, indem du Fallobst vom Wild-Apfel (Malus sylvestris) im Winter liegen lässt und heimische Sträucher wie das Echte Geißblatt (Lonicera caprifolium) pflanzt.
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Die Misteldrossel ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Sie ist für Menschen völlig harmlos und ein nützlicher Vertilger von Garten-Schädlingen. Eine Verwechslung mit der kleineren Singdrossel ist möglich, beide Arten sind jedoch friedliche und willkommene Gartenbesucher.
Die Misteldrossel (Turdus viscivorus) gehört zur Familie der Drosseln (Turdidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. Sie ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und besiedelt bevorzugt lichte Wälder, Parkanlagen und große Gärten mit altem Baumbestand. Von der kleineren Singdrossel unterscheidet sie sich durch ihre grauer getönte Oberseite, die aufrechtere Haltung und die eher rundlichen statt pfeilförmigen Brustflecken. Ihre Lebensweise ist durch eine ausgeprägte Reviertreue und einen weithin hörbaren, melancholischen Gesang geprägt.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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