
Plecotus auritus (Linnaeus, 1758)
22
Pflanzen
besucht
23
Interaktionen
dokumentiert
Das Braune Langohr ist eine mittelgroße Fledermaus mit auffällig riesigen Ohren, einem bräunlichen Rückenfell und einem sehr langsamen, rüttelnden Flugstil. Im Garten bevorzugt dieses Tier strukturreiche Bereiche mit altem Baumbestand oder Scheunen als Tagesversteck. Als Insektenfresser jagt es nachts oft im Laubwerk von Bäumen wie der Stiel-Eiche (Quercus robur) oder der Sal-Weide (Salix caprea), wo es Beutetiere direkt von den Blättern absammelt. Diese Art nutzt auch die Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior) und den Feld-Ahorn (Acer campestre) als Jagdhabitat. Den Winter verbringen die Tiere im Winterschlaf (einer Phase reduzierten Stoffwechsels) in kühlen, feuchten Kellern oder Höhlen. Im Februar befinden sie sich noch tief in dieser Ruhephase und sollten keinesfalls gestört werden. Du kannst diesen nützlichen Tieren helfen, indem du alte Laubbäume wie die Gewöhnliche Buche (Fagus sylvatica) oder die Moor-Birke (Betula pubescens) erhältst. Auch das Anbringen von speziellen Fledermauskästen an Gebäuden bietet wertvolle Quartiere. Ein naturnaher Garten mit Feld-Ulmen (Ulmus minor) oder Berg-Ulmen (Ulmus glabra) fördert das Insektenvorkommen, das die Fledermaus zum Überleben braucht.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Wie alle heimischen Fledermausarten steht das Braune Langohr unter strengem Artenschutz und darf weder gestört noch umgesiedelt werden. Die Tiere sind für Menschen völlig harmlos und beißen nur in äußerster Bedrängnis, weshalb man sie nicht mit bloßen Händen berühren sollte.
Das Braune Langohr (Plecotus auritus) gehört zur Familie der Glattnasen (Vespertilionidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Die Körperlänge beträgt etwa fünf Zentimeter, während die charakteristischen Ohren fast die gleiche Länge erreichen können. Als nachtaktives Säugetier lebt es bevorzugt in lockeren Laubmischwäldern und siedlungsnahen Gärten. Die Art ist standorttreu und führt saisonale Wanderungen nur über kurze Distanzen durch.
22 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Creative Nature / Adobe Stock
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →