Bild folgtKI-generierte IllustrationBombus lucorum (Linnaeus, 1761)
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Du erkennst die Helle Erdhummel an ihren zwei hell-zitronengelben Querstreifen auf schwarzem Körper und dem auffallend reinweißen Hinterleibsende. Als eine der ersten Hummelarten erwacht die Jungkönigin bereits bei milden Temperaturen im Januar oder Februar aus ihrer Winterruhe. Sie gründet pro Jahr einen Staat (einmalige Generation), in dem sie Eier in unterirdische Hohlräume wie verlassene Mäusenester ablegt. Im zeitigen Frühjahr sucht sie gezielt die Blüten der Vogel-Kirsche (Prunus avium) und des Eingriffeligen Weißdorns (Crataegus monogyna) auf. Im Sommer dienen Pflanzen wie die Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia) oder das Großblütige Bitterkraut (Picris hieracioides) als wichtige Energiequellen. Die Larven werden im Nest mit einem Gemisch aus Pollen und Nektar versorgt, den die Arbeiterinnen herantragen. Zur Überwinterung graben sich die begatteten Jungköniginnen in lockere, frostfreie Erde ein. Du kannst diese nützliche Art fördern, indem du heimische Gehölze pflanzt und im Garten Ecken mit Totholz oder offenen Bodenstellen für Nestbauten belässt.
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Die Helle Erdhummel ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt und darf weder gefangen noch verletzt werden. Sie ist ein vollkommen friedfertiger Gartenbewohner, der nur bei massiver Bedrohung des Nestes sticht. Ein Nest im Garten ist ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz und sollte ungestört bleiben.
Die Helle Erdhummel gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) und ist in ganz Mitteleuropa verbreitet. Sie lebt eusozial (staatenbildend), wobei ein Volk bis zu 400 Individuen umfassen kann. Von der sehr ähnlichen Dunklen Erdhummel unterscheidet sie sich meist durch die helleren, fast zitronengelben statt goldgelben Querbinden. Als Generalist ist sie polylektisch (nicht auf bestimmte Pflanzenfamilien spezialisiert) und besiedelt vielfältige Lebensräume von Gärten bis zu Waldrändern.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloRes_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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