Bild folgtKI-generierte IllustrationBombus pratorum (Linnaeus, 1761)
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Du erkennst die Wiesenhummel an ihrer gelben Binde im vorderen Brustbereich und dem auffällig orange-roten Hinterleibsende. Im Vergleich zu anderen Hummelarten ist sie recht klein und beginnt bereits im März mit ihrem emsigen Flug. Da sie zu den Erdnistern gehört, legt die Königin ihre Eier oft in verlassenen Mäusegängen oder unter Moospolstern ab. Im zeitigen Frühjahr besucht sie bevorzugt das Hain-Veilchen (Viola reichenbachiana), während sie im Sommer den Weiß-Klee (Trifolium repens) und die Kohl-Gänsedistel (Sonchus oleraceus) als wichtige Nektarquellen nutzt. Auch das Raukenblättrige Greiskraut (Jacobaea erucifolia) und das Flügel-Hartheu (Hypericum tetrapterum) sind bedeutende Futterpflanzen. Die Larven werden im Nest mit einem Gemisch aus Pollen und Nektar versorgt. Die befruchteten Jungköniginnen überwintern in einer Diapause (Ruhezustand bei herabgesetztem Stoffwechsel) in selbst gegrabenen Erdlöchern oder unter Laub. Du kannst diese Art aktiv fördern, indem du in deinem Garten feuchte Stellen mit Wasser-Sternmiere (Stellaria aquatica) erhältst. Achte zudem darauf, im Herbst keine potenziellen Nistplätze unter Hecken oder in Moosbereichen wegzuräumen, um den Königinnen ein sicheres Quartier zu bieten.
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Die Wiesenhummel ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt und darf nicht beeinträchtigt werden. Sie ist ein völlig harmloser und friedlicher Gartenbesucher, der nur in extremer Bedrängnis sticht. Aufgrund ihrer charakteristischen Färbung ist sie für Naturbeobachter leicht von anderen Arten zu unterscheiden.
Die Wiesenhummel gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Mit einer Körperlänge von 11 bis 15 Millimetern bei Arbeiterinnen zählt sie zu den eher kleinen Vertretern ihrer Gattung. Charakteristisch ist ihre frühe Flugzeit ab März und ihre ökologische Anpassungsfähigkeit an lichte Wälder, Wiesen und Siedlungsbereiche. Als polylektische (viele verschiedene Pollenquellen nutzende) Art spielt sie eine zentrale Rolle bei der Bestäubung zahlreicher Wildpflanzen.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloRes_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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