
Sus scrofa Linnaeus, 1758
29
Pflanzen
besucht
29
Interaktionen
dokumentiert
Das Wildschwein (Sus scrofa) erkennst du an seinem massigen Körper mit dem borstigen, dunkelbraunen bis schwarzen Fell und dem charakteristischen Rüssel. Diese anpassungsfähigen Tiere bewohnen bevorzugt Wälder, dringen aber auf der Suche nach Nahrung zunehmend in Siedlungsbereiche und Gärten vor. Als Allesfresser durchwühlen sie den Boden mit ihrer Schnauze nach Wurzeln, Engerlingen (Larven von Blatthornkäfern) und Fallobst. In deinem Garten suchen sie gezielt nach Früchten von Pflanzen wie Zwetschge, Apfel oder der Vogel-Kirsche. Auch die Beeren der Mittelmeer-Brombeere, der Weißen Schneebeere oder des Eingriffeligen Weißdorns stehen auf ihrem Speiseplan. Selbst vor den stacheligen Blättern der Europäischen Stechpalme oder den Früchten der Echten Feige machen sie nicht halt. Im Unterwuchs stöbern sie nach dem Wiesen-Labkraut oder dem Sumpf-Labkraut. Da Wildschweine keine Winterruhe (Zustand verringerter Aktivität ohne Absenkung der Körpertemperatur) halten, sind sie auch im Februar aktiv. Um deinen Garten vor Umgrabungen zu schützen, solltest du auf stabile Zäune achten und keine Speisereste offen liegen lassen. Ein naturnaher Garten mit dichten Hecken bietet ihnen zwar Deckung, doch im Wohngebiet ist Distanz für beide Seiten am besten.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Wildschweine unterliegen dem Jagdrecht und dürfen von Privatpersonen nicht gefangen oder umgesiedelt werden. Bei Begegnungen solltest du Ruhe bewahren und Abstand halten, da besonders Bachen (Muttertiere) ihre Frischlinge (Jungtiere) im Frühjahr vehement verteidigen.
Das Wildschwein (Sus scrofa) gehört zur Familie der Echten Schweine (Suidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz flächendeckend heimisch. Die Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 180 Zentimetern und leben meist in sozialen Verbänden, den sogenannten Rotten. Als dämmerungs- und nachtaktive Säugetiere verbringen sie den Tag meist in dichten Dickichten, ihren Kesseln (Ruheplätzen). Ihre hohe Intelligenz und Anpassungsfähigkeit ermöglichen ihnen das Überleben in verschiedensten Kulturlandschaften.
29 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_107925121
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →