Bild folgtKI-generierte IllustrationMalus sylvestris
Auch bekannt als: Pyrus malus var. sylvestris
Artengruppe
88
Arten
interagieren
133
Interaktionen
dokumentiert
26
Wirtsbeziehungen
Arten
Kaum zu übersehen: Der Wild-Apfel zeigt sich im Mai mit seinen schneeweißen, oft zartrosa überhauchten Blüten und den charakteristischen, dornigen Kurztrieben. Als Urform unseres Kulturapfels ist er ein unschätzbarer ökologischer Ankerpunkt, der auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) gefährdeter Arten steht. Besonders die Raupen der Kupferglucke (Gastropacha quercifolia) und des Gelbspanners (Opisthograptis luteolata) finden hier ihre Lebensgrundlage. Wenn du in deinem Garten einen Beitrag zum Artenschutz leisten willst, ist dieser robuste Urahn die perfekte Wahl. Du schaffst damit einen sicheren Rückzugsort für bedrohte Insekten und Vögel.
Dorniger Urahn und Lebensretter für die seltene Kupferglucke.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Wild-Apfel eine Schlüsselspezies für die heimische Falterwelt. Er dient als essenzielle Raupenfutterpflanze für den Buchen-Zahnspinner (Pheosia gnoma), den Silberspanner (Cilix glaucata) und den Ringelspinner (Malacosoma neustria). Während der Blüte im Mai profitieren Bestäuber wie die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris). Im Winter wandelt sich der Baum zur Futterkammer: Die kleinen, harten Früchte sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Wacholderdrossel (Turdus pilaris). Auch die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) nutzt das dichte Geäst gerne als geschützten Nistplatz.
Der Wild-Apfel ist nicht als vollkommen kindersicher eingestuft. Das liegt vor allem an den bewehrten Kurztrieben, die wie Dornen wirken und zu Kratzern führen können. Die Früchte sind zwar ungiftig, aber im rohen Zustand sehr sauer und holzig-hart, weshalb sie kaum in größeren Mengen verzehrt werden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
7.09 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten. Der Wild-Apfel ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) und kommt mit normalem, mäßig feuchtem Gartenboden hervorragend zurecht.
Pflanzzeit: Setze den Baum am besten zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Boden: Er bevorzugt frische (mäßig feuchte) Erde. Vermeide extreme Trockenheit oder Staunässe.
Pflege: Da er eine VAR-Mykorrhiza (eine Symbiose mit speziellen Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme) eingeht, solltest du auf mineralischen Dünger verzichten, um diese Helfer nicht zu schädigen.
Schnitt: Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nötig, fördert aber die Vitalität der dornigen Kurztriebe.
Kombination: Gute Partnerin ist die Wild-Birne (Pyrus pyraster) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und bilden zusammen ein ökologisch wertvolles Vogelschutzgehölz für Arten wie die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus).
Der Wild-Apfel (Malus sylvestris) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er wächst meist als kleiner, oft mehrstämmiger Baum oder großer Strauch und besiedelt natürlicherweise lichte Laubmischwälder und Waldränder. Von den gezüchteten Kultursorten unterscheidet er sich durch seine dornenähnlichen Kurztriebe und die vollkommen kahlen, also unbehaarten Blattunterseiten. Als indigene Art, also als bei uns ursprünglich vorkommendes Gehölz, ist er perfekt an das hiesige Klima angepasst.
2 Videos zu Wild-Apfel (Artengruppe)


35 Arten interagieren mit dieser Pflanze
26 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
27 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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