Bild folgtKI-generierte IllustrationDioscorea communis
Auch bekannt als: Tamus communis
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Arten
interagieren
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dokumentiert
Unverwechselbar ist die Gewöhnliche Schmerwurz (Dioscorea communis) durch ihre herzförmigen, glänzenden Blätter und die auffälligen, roten Beeren, die wie gläserne Perlen an den windenden Trieben hängen. Als einzige heimische Yamswurzel-Art ist sie eine echte Besonderheit und steht bereits auf der Vorwarnliste (Rote Liste V), was bedeutet, dass ihre Bestände merklich zurückgehen. In deinem Garten bietet sie wertvollen Lebensraum für Vögel wie die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) oder den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus), die im dichten Rankwerk Schutz suchen. Wenn du eine robuste Kletterpflanze für schattigere Plätze suchst, die ökologisch wertvoll ist, triffst du mit ihr eine hervorragende Wahl.
Seltene Kletterkünstlerin: Ein Herz für die Vorwarnliste und unsere Singvögel.
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Nach aktuellen ökologischen Daten ist die Gewöhnliche Schmerwurz eine wichtige Ressource für die heimische Vogelwelt. Die leuchtend roten Beeren werden im Herbst und Winter von der Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und dem Kleiber (Sitta europaea) gefressen. Das dichte Geflecht aus Ranken und großen Blättern dient zudem der Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) und dem Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) als geschützter Rückzugsort. Da sie eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhizapilze zur Nährstoffaufnahme) eingeht, fördert sie zudem ein gesundes Bodenleben. Ihr Status auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) macht sie zu einer wichtigen Art für den Erhalt der regionalen Biodiversität.
Die Gewöhnliche Schmerwurz ist in allen Pflanzenteilen giftig und daher nicht kindersicher. Besonders die Beeren enthalten Stoffe, die bei Verzehr zu Erbrechen führen können. Auch der Kontakt mit dem Saft der Wurzelknolle kann Hautreizungen verursachen, weshalb beim Pflanzen oder Teilen der Knolle Handschuhe getragen werden sollten.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.16 m
Wähle einen Standort im Halbschatten, idealerweise am Rand von Gehölzen.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und normal nährstoffreich sein, da sie ein Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) ist.
Als Kletterpflanze benötigt sie eine Rankhilfe oder Sträucher, an denen sie emporwachsen kann.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern kein Bodenfrost herrscht.
Eine Kompostgabe im Frühjahr unterstützt den kräftigen Austrieb der bis zu drei Meter langen Ranken.
Da die Pflanze im Winter einzieht, können die abgestorbenen Triebe im Februar bodennah entfernt werden.
Die Vermehrung erfolgt meist unkompliziert durch die Teilung der Knolle im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Hasel (Corylus avellana) – sie dient der Schmerwurz als natürliches Klettergerüst und teilt die Vorliebe für frische, halbschattige Waldrandstandorte.
Die Gewöhnliche Schmerwurz gehört zur Familie der Yamswurzelgewächse (Dioscoreaceae) und stellt in Mitteleuropa eine botanische Rarität dar, da ihre Verwandten meist in den Tropen beheimatet sind. Sie wächst als rechtswindende, ausdauernde Kletterpflanze, die ihre Kraft aus einer rübenartig verdickten Wurzelknolle schöpft. Typische Standorte sind Hecken, Gebüsche und lichte Laubwälder auf frischen Böden. Ihre unauffälligen, grünlich-gelben Blüten sind getrenntgeschlechtlich, was bedeutet, dass es männliche und weibliche Exemplare gibt.
40 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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