Bild folgtKI-generierte IllustrationMalus domestica
Auch bekannt als: Gatenapfel, Kultur-Apfel, Malus domestica, Kulturapfelbaum
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Arten
Schon von weitem fällt der Apfel (Malus domestica) durch seine dichte, rundliche Krone und die zartrosa bis weiß leuchtenden Schalenblüten auf. In deinem Garten ist er weit mehr als ein Obstlieferant; er dient als zentraler Lebensraum, von dem beispielsweise die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) oder die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) profitieren. Da er eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen zur besseren Nährstoffaufnahme) bildet, stabilisiert er das biologische Gleichgewicht im Boden. Mit der Pflanzung eines Apfelbaums schaffst du ein dauerhaftes Refugium für spezialisierte Insektenarten. Du wirst sehen, wie dein Garten durch diesen Baum regelrecht zum Leben erwacht.
Ein ökologisches Kraftzentrum: Heimat für Sandbienen und seltene Falter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Apfel eine essenzielle Ressource für spezialisierte Insekten. Zu den Besuchern zählen unter anderem die Atlantische Sandbiene (Andrena trimmerana) und der Kleine Eichenbock (Cerambyx scopolii). Für Schmetterlinge wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder Perlmuttfalterarten wie Boloria polaris und Boloria freija stellt er eine wichtige Nektarquelle dar. Zudem dient das Laub als Raupenfutter für die Nonne (Lymantria monacha) und den Ringelspinner (Malacosoma neustria). Die Früchte bieten im Herbst und Winter eine wertvolle Nahrungsgrundlage für die heimische Vogelwelt.
Der Apfel wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den enthaltenen Samen, die geringe Mengen an Blausäure-Verbindungen aufweisen und bei Verzehr in großen Mengen problematisch sein können. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Wildbäumen besteht bei genauer Betrachtung der typischen Blattform und der Früchte jedoch kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Apr
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Damit dein Apfelbaum gut gedeiht, solltest du ihn an einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit nährstoffreichem Boden setzen. Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist. Achte beim Einpflanzen darauf, dass das Pflanzloch groß genug für das Wurzelwerk ist. Im Februar kannst du den Baum durch einen fachgerechten Schnitt auslichten, um die Vitalität zu fördern. Eine regelmäßige Zufuhr von Kompost im Frühjahr unterstützt die Humusbildung (Zersetzung organischer Substanz durch Bodenlebewesen). Da der Baum eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) eingeht, solltest du auf chemische Dünger verzichten, um die nützlichen Pilze nicht zu schädigen.
Gute Partnerin: Die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) – sie ist in heimischen Regionen verbreitet, blüht zeitgleich mit dem Apfel und profitiert vom lichten Schatten unter der Baumkrone.
Der Apfel (Malus domestica) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Er ist in Deutschland und Österreich heimisch und prägt dort seit Jahrhunderten die Kulturlandschaft. Botanisch gesehen handelt es sich um einen sommergrünen Baum mit wechselständig angeordneten, eiförmigen Blättern. Ein besonderes Merkmal ist die Bildung von Kurztrieben, an denen sich im April die Blütenstände entwickeln. In der Natur findet man ihn oft auf nährstoffreichen, tiefgründigen Böden in sonniger Lage.
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142 Arten interagieren mit dieser Pflanze
84 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
77 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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