
Vaccinium myrtillus
Auch bekannt als: Blaubeere, Heidelbeere, Blaubeere
156
Arten
interagieren
377
Interaktionen
dokumentiert
70
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Heidelbeere an ihren markanten grünen, scharfkantig geflügelten Zweigen und den krugförmigen, rosa-grünlichen Blüten, die ab März erscheinen. Sie ist eine unverzichtbare Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten, wie den Heidelbeer-Palpenspanner oder die Veränderliche Herbsteule, deren Raupen auf die Pflanze angewiesen sind. Auch für Wildbienen wie die Aschgraue Sandbiene ist sie eine wichtige Nahrungsquelle. Wenn du eine halbschattige Ecke mit magerem Boden hast, bringst du mit ihr ein echtes Stück heimische Natur in deinen Garten. Sprich mich gerne an, wenn du Hilfe bei der Standortwahl brauchst.
Unverzichtbare Raupenstube und Nektarquelle für spezialisierte Falter und Bienen.
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Die ökologische Bedeutung der Heidelbeere ist beachtlich, da sie eine Vielzahl von Bestäubern unterstützt. Nach aktuellen Beobachtungsdaten besuchen die Aschgraue Sandbiene (Andrena vaga) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) regelmäßig die Blüten. Auch der Heller Erdhummel-Komplex profitiert von der langen Blütezeit bis in den September. Als Raupenfutterpflanze ist sie unersetzlich für Arten wie den Heidelbeer-Palpenspanner, die Primel-Erdeule, die Veränderliche Herbsteule sowie den Heide-Gelbspanner und den Schlehenspanner. Diese enge Bindung zeigt, wie wichtig der Strauch für den Erhalt der heimischen Falterfauna ist.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Damit die Heidelbeere in deinem Garten gedeiht, solltest du folgende Punkte beachten:
Wähle einen Standort im Halbschatten, da sie keine pralle Mittagssonne verträgt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, darf aber keine Staunässe aufweisen.
Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen mageren Boden ohne zusätzliche Düngung.
Pflanze sie am besten zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Da sie eine ERM (Erikoid-Mykorrhiza, eine Pilzsymbiose zur Nährstoffaufnahme) nutzt, ist ein saurer Bodenwert entscheidend.
Vermeide Kalkgaben, da dies die lebensnotwendige Pilzgemeinschaft schädigt.
Halte den Boden durch eine Mulchschicht aus Nadelstreu gleichmäßig feucht.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) – beide teilen die Vorliebe für saure, magere Standorte und ergänzen sich hervorragend in der ökologischen Funktion.
Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) ist ein heimischer Zwergstrauch, der in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet ist. Sie besiedelt natürlicherweise lichte Wälder und Heiden und ist an ihre Umgebung durch eine ERM (Erikoid-Mykorrhiza), eine spezielle Symbiose mit Bodenpilzen, angepasst. Die Pflanze wächst buschig und erreicht meist eine Höhe von 15 bis 50 Zentimetern. Trotz ihrer weiten Verbreitung gilt sie in Gärten als anspruchsvoll bezüglich der Bodenbeschaffenheit.
56 Arten interagieren mit dieser Pflanze
70 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
30 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock
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