Bild folgtKI-generierte IllustrationRhamnus cathartica
Auch bekannt als: Purgierstrauch, Gemeiner Kreuzdorn, Echter Kreuzdorn, Purgierdorn, nerprun purgatif, Echter Wegedorn, Kreuzbeerstrauch
78
Arten
interagieren
113
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch für den Purgier-Kreuzdorn sind seine dornenartig zugespitzten Zweigenden und die eiförmigen Blätter mit den charakteristisch gebogenen Seitennerven. In deinem Naturgarten ist dieser Strauch ein wahrer Schatz, denn er dient als lebenswichtige Futterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge wie den Olivbraunen Höhlenspanner (Triphosa dubitata). Auch die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) profitiert von dem Blütenangebot im späten Frühjahr. Wenn du ein robustes Gehölz suchst, das wenig Pflege braucht und gleichzeitig einen echten Mehrwert für die heimische Tierwelt bietet, ist dieser Strauch genau die richtige Wahl für dich.
Wichtige Kinderstube für seltene Falter und wertvolle Winterbar für Vögel.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Purgier-Kreuzdorn eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für die Kupferglucke (Gastropacha quercifolia) und den Olivbraunen Höhlenspanner (Triphosa dubitata). Während der Blütezeit im Mai und Juni lockt er die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) an, die hier wertvollen Nektar findet. Im Herbst und Winter wandelt sich der Strauch zur Futterstation für Vögel: Die schwarzen Steinfrüchte werden besonders gerne von der Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und der Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) verzehrt, die zur Verbreitung der Samen beitragen.
Der Purgier-Kreuzdorn ist nicht kindersicher. Die Beeren und die Rinde enthalten Inhaltsstoffe, die stark abführend wirken und bei Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen können. Du kannst ihn vom ungiftigen Faulbaum (Frangula alnus) leicht unterscheiden, da nur der Purgier-Kreuzdorn die dornigen Zweigspitzen besitzt.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3.29 m
Standort: Am besten gedeiht der Strauch an einem sonnigen bis halbschattigen Platz.
Boden: Er bevorzugt kalkhaltige Erde, ist aber insgesamt sehr anpassungsfähig. Eine Feuchtezahl von 4 bedeutet, dass er mit mäßig trockenen Böden gut zurechtkommt und keine Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) mag.
Pflanzzeit: Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November setzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist kaum nötig, da er von Natur aus einen schönen, sperrigen Habitus (Wuchsform) entwickelt.
Vermehrung: Im Hausgarten geschieht dies am einfachsten über die Aussaat der reifen Beeren im Herbst.
Kombinationsempfehlung: Als Partner eignet sich der Wollige Schneeball (Viburnum lantana) hervorragend. Beide Arten sind kalkliebend und kommen in der Natur oft gemeinsam in Heidengebüschen vor, was ein stimmiges ökologisches Gesamtbild ergibt.
Der Purgier-Kreuzdorn gehört zur Familie der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt sonnige Waldränder und Gebüsche. Ein sicheres Merkmal zur Bestimmung ist die meist kreuzgegenständige Anordnung der Zweige, wobei die Kurztriebe oft in einem spitzen Dorn enden. Die Rinde ist bei älteren Exemplaren fast schwarz und reißt in kleinen Plättchen auf, was dem Strauch ein markantes Aussehen verleiht.
1 Video zu Purgier-Kreuzdorn

18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
47 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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