Bild folgtKI-generierte IllustrationArum italicum
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Unverwechselbar ist der Italienische Aronstab (Arum italicum) durch seine pfeilförmigen, oft weiß geäderten Blätter, die bereits im Spätherbst austreiben und den gesamten Winter überdauern. In deinem Naturgarten ist er besonders wertvoll, da er im Winter Struktur bietet und später im Jahr als wichtige Futterquelle dient. Nach der Blüte im Frühjahr entwickeln sich leuchtend rote Beeren, die Vögeln wie dem Kleiber (Sitta europaea) oder dem Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) Nahrung bieten. Wenn du schattige Plätze unter Gehölzen ökologisch aufwerten möchtest, ist dieser Aronstab eine hervorragende Wahl. Du schaffst damit einen Lebensraum, der auch in der kalten Jahreszeit Vitalität ausstrahlt.
Wintergrüner Blickfang und Beeren-Buffet für Misteldrossel und Kleiber.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Italienische Aronstab eine wertvolle Futterpflanze für die heimische Vogelwelt. Besonders die markanten roten Fruchtstände im Spätsommer ziehen Arten wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und die Misteldrossel (Turdus viscivorus) an. Auch kleinere Vögel wie die Tannenmeise (Periparus ater) und der Kleiber (Sitta europaea) nutzen die Beeren als Energielieferanten. Ökologisch interessant ist zudem die Symbiose mit AM-Pilzen im Boden, welche die Bodenstruktur verbessert. Da die Blätter im Winter grün bleiben, bietet die Pflanze zudem wichtige Deckung für wirbellose Kleintiere am Boden.
Achtung: Der Italienische Aronstab ist in allen Teilen stark giftig und daher nicht kindersicher. Besonders die Beeren können verlockend wirken, führen aber bei Verzehr zu schweren Vergiftungserscheinungen. Trage beim Einpflanzen oder Teilen der Knollen am besten Handschuhe, da der Pflanzensaft Hautreizungen hervorrufen kann.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.6 m
Suche für den Italienischen Aronstab einen Standort im Halbschatten oder Schatten, idealerweise unter laubabwerfenden Gehölzen.
Der Boden sollte humos, nährstoffreich und frisch bis feucht sein.
Du kannst die Knollen von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen, solange der Boden offen ist.
Setze die Knollen etwa 10 bis 15 Zentimeter tief in die Erde.
Achte darauf, Staunässe (stehendes Wasser, das keine Luft an die Wurzeln lässt) zu vermeiden.
Eine jährliche Gabe von etwas Laubkompost im Herbst entspricht seinen natürlichen Bedürfnissen im Wald.
Die Vermehrung erfolgt meist unkompliziert über Tochterknollen oder Selbstaussaat.
Schneide die welken Blätter im Frühsommer nicht vorzeitig ab, damit die Pflanze die Energie in die Knolle zurückziehen kann.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum) – beide teilen die Vorliebe für schattige Waldstandorte und ergänzen sich im Wuchsverhalten hervorragend.
Der Italienische Aronstab gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt als Geophyt (Pflanze, die mittels unterirdischer Überdauerungsorgane überlebt) vor allem nährstoffreiche Laubmischwälder und Gebüsche. Markant ist der Blütenstand aus einem aufrechten Kolben und dem hüllblattartigen Spatha (ein großes Hochblatt). Die Pflanze nutzt eine arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Form der Pilzsymbiose, um ihre Nährstoffaufnahme im Waldboden zu optimieren.
2 Videos zu Italienischer Aronstab


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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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