Bild folgtKI-generierte IllustrationLonicera caprifolium
Auch bekannt als: Jelängerjelieber, Wohlriechendes Geißblatt, Gartengeißblatt, Gartengeissblatt
25
Arten
interagieren
32
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren cremeweißen bis gelblichen Blütenröhren und den paarweise verwachsenen Blättern unter dem Blütenstand lässt sich das Echte Geißblatt (Lonicera caprifolium) sofort erkennen. Dieser heimische Kletterstrauch duftet besonders in der Dämmerung intensiv und lockt so spezialisierte Falter an. Nach der Blüte bilden sich rote Beeren, die eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel darstellen. Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) nutzt den tiefen Nektarvorrat der Blüten geschickt im Schwebeflug. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück ursprünglicher Waldrand-Natur in deinen Garten. Du wirst staunen, wie lebendig deine begrünte Laube an Sommerabenden wird.
Abendlicher Duftmagnet und Beerenquelle für Rotkehlchen und Misteldrossel.
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Durch den tiefen Blütenkelch profitieren besonders Insekten mit langem Rüssel von dieser Art. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) ein regelmäßiger Gast an den duftenden Blüten. Im Spätsommer reifen die roten Beeren heran, die für die heimische Vogelwelt ein Festmahl sind. Die Misteldrossel (Turdus viscivorus) und das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) nutzen die Früchte als wertvolle Nahrung vor dem Winter. Auch die Blaumeise (Cyanistes caeruleus) besucht die Pflanze regelmäßig auf der Suche nach Nahrung. Da das Geißblatt vor allem abends duftet, stellt es eine unverzichtbare Ressource für nachtaktive Blütenbesucher dar.
Achtung, das Echte Geißblatt ist nicht kindersicher. Die gesamte Pflanze, insbesondere die verlockend roten Beeren, ist giftig und kann bei Verzehr Übelkeit und Erbrechen auslösen. Eine Verwechslung mit essbaren Beerensträuchern sollte vermieden werden; achte stets auf die markanten, am Stängel verwachsenen Blätter direkt unter dem Fruchtstand.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Halbverholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
4.46 m
Standort: Das Geißblatt bevorzugt den Halbschatten.
Lichtbedarf: Es gedeiht am besten an Plätzen ohne pralle Mittagssonne, idealerweise mit dem Fuß im Schatten.
Boden: Ein frischer (mäßig feuchter) und normaler Gartenboden für Mittelzehrer (Pflanzen mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) ist ideal.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Rankhilfe: Da es ein Kletterer ist, benötigt es ein stabiles Gerüst, einen Zaun oder eine Pergola.
Pflege: Eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
Vermehrung: Die Vermehrung gelingt im Winter über Steckholz (unbewurzelte Triebstücke).
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist die Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica). Beide teilen die Vorliebe für den Halbschatten und mäßig feuchte Böden im Randbereich von Gehölzen.
Das Echte Geißblatt gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) innerhalb der Ordnung der Kardenartigen (Dipsacales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt es als indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde). Typisch für diesen lianenartigen Kletterer ist der rechtswindende Wuchs der Triebe. Ein morphologisches Merkmal sind die obersten Blattpaare, die am Grund schüsselartig miteinander verwachsen sind. Man findet es natürlicherweise in lichten Laubwäldern und an warmen Waldrändern.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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