Bild folgtKI-generierte IllustrationRibes nigrum
Auch bekannt als: Kakelbeere, Cassis, Ahlbeere
79
Arten
interagieren
97
Interaktionen
dokumentiert
25
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) durch ihren intensiven, herben Duft, den die Blätter schon bei einer leichten Berührung verströmen. In deinem Naturgarten übernimmt der Strauch eine zentrale Rolle als frühe Nahrungsquelle und Kinderstube. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Lasioglossum rufitarse) und Raupen wie die des Johannisbeerspanners (Eulithis prunata) sind auf das Gehölz angewiesen. Die Pflanze ist ideal für schattige Ecken, in denen andere Beerensträucher oft versagen. Wenn du feuchte Standorte ökologisch aufwerten willst, machst du mit dieser indigenen (einheimischen) Art alles richtig.
Nahrhafter Schattenkünstler: Erste Hilfe für die Rotbeinige Furchenbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Strauch eine vitale Ressource im zeitigen Frühjahr. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Lasioglossum rufitarse) und die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) fliegen die Blüten an. Auch der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzt den Nektar in den Monaten April und Mai. Als Raupenfutterpflanze dient sie dem Holunderspanner (Ourapteryx sambucaria), dem Johannisbeerspanner (Eulithis prunata) und dem Hopfen-Blütenspanner (Eupithecia assimilata). Im Sommer bieten die Beeren wichtige Nahrung für die Wacholderdrossel (Turdus pilaris). Auch der Kleiber (Sitta europaea) wird regelmäßig als Gast an den Sträuchern beobachtet.
Die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) wird offiziell als nicht kindersicher eingestuft. Es besteht zwar keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Wildpflanzen, doch sollten Kinder die Beeren nur unter Aufsicht verzehren. Die Pflanze selbst gilt als ungiftig, kann aber bei empfindlichen Personen durch den starken Geruch oder unreife Früchte Reaktionen hervorrufen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.21 m
Wähle einen Standort im Schatten, da die Pflanze als Schattenpflanze mit wenig direktem Licht auskommt.
Der Boden sollte dauerhaft feucht sein, da Staunässe weniger problematisch ist als völliges Austrocknen.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) freut sie sich über eine Gabe Kompost im Frühjahr.
Die ideale Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Mulche den Wurzelbereich regelmäßig, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
Schneide ältere, dunkle Triebe nach der Ernte bodennah ab, um die Verjüngung zu fördern.
Die Vermehrung ist unkompliziert über Steckhölzer im späten Winter möglich.
Beachte beim Standort, dass die Art laut Datenbasis als nicht kindersicher eingestuft wird.
Eine hervorragende Partnerin ist der Gewöhnliche Wurmfarn (Dryopteris filix-mas).
Beide teilen die Vorliebe für feuchte, schattige Plätze und bilden eine harmonische Pflanzengemeinschaft am Gehölzrand.
Die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) gehört zur Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Als Indigen (einheimische Art) besiedelt sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz bevorzugt feuchte Standorte wie Auwälder oder Bachufer. Der sommergrüne Strauch erreicht Wuchshöhen von bis zu zwei Metern und trägt drei- bis fünflappige Blätter. Im April und Mai erscheinen die glockenförmigen, grünlich-rötlichen Blüten in hängenden Trauben, aus denen sich im Hochsommer die charakteristischen dunklen Beeren entwickeln.
3 Videos zu Schwarze Johannisbeere



19 Arten interagieren mit dieser Pflanze
25 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
35 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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