Bild folgtKI-generierte IllustrationViburnum lantana
Auch bekannt als: viorne mancienne, cochène, mancienne, lantane
78
Arten
interagieren
135
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen weichen, runzligen und unterseits graufilzigen Blättern lässt sich der Wollige Schneeball (Viburnum lantana) sofort erkennen. Der Strauch ist ein echtes Kraftpaket für die heimische Tierwelt und bereichert deinen Garten durch seine ökologische Vielfalt. Besonders Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) schätzen die flachen, weißen Blütendolden im Frühjahr. Als wichtige Raupennahrung dient das Laub unter anderem dem Gelbspanner (Opisthograptis luteolata). Wenn du einen robusten, heimischen Strauch suchst, der Vögeln wie dem Pirol (Oriolus oriolus) wertvolle Nahrung bietet, machst du mit dieser Wahl alles richtig.
Filzig-robustes Vogelnährgehölz: Ein Paradies für Pirol und Gelbspanner.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieser Strauch eine bedeutende Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten und Vögel. Die Raupen des Gelbspanners (Opisthograptis luteolata) und des Blausiebs (Zeuzera pyrina) sind auf die Blätter als Nahrungsquelle angewiesen. Während der Blütezeit besuchen Insekten wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und die Ameise Lasius alienus (Foerster, 1850) die Dolden. Im Spätsommer reifen die Früchte heran, die eine wichtige Energiequelle für die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) darstellen. Auch der seltene Pirol (Oriolus oriolus) nutzt die Beeren als Nahrung. Für den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) bietet das dichte Geäst zudem geschützte Nistmöglichkeiten und Sitzwarten für die Jagd.
Der Wollige Schneeball ist nicht kindersicher. Die Pflanze und ihre Beeren sind für Menschen ungenießbar und werden als schwach giftig eingestuft. Ein Verzehr kann zu Magen-Darm-Beschwerden führen, weshalb bei kleinen Kindern im Garten Vorsicht geboten ist.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.76 m
Der Wollige Schneeball ist ein unkomplizierter Gartenbewohner, der am besten im Halbschatten gedeiht. Er gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) und kommt daher mit normalem, tiefgründigem Gartenboden wunderbar zurecht. Die Bodenfeuchte sollte 'frisch' sein, was einer mäßig feuchten Erde entspricht, die nicht zur Staunässe neigt. Gepflanzt wird der Strauch idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November. Dank seiner AM (Arbuskulären Mykorrhiza), einer nützlichen Pilzsymbiose an den Wurzeln, ist er sehr anpassungsfähig. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze von Natur aus einen harmonischen, dichten Wuchs entwickelt. Bei Bedarf kannst du im Frühjahr etwas organischen Dünger oder Kompost oberflächlich einarbeiten. Die Vermehrung gelingt am einfachsten über Steckholz im Winter. Als ökologisch wertvolle Partnerin eignet sich der Rote Hartriegel (Cornus sanguinea). Beide Arten teilen sich in der Natur oft den Lebensraum und bilden zusammen eine blickdichte Hecke, die Vögeln idealen Schutz bietet.
Der Wollige Schneeball (Viburnum lantana) gehört zur Gattung der Schneebälle und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Er besiedelt als Indigen (einheimisch) vorwiegend sonnige Waldränder und Hecken auf eher trockenen Standorten. Sein Status auf der Roten Liste ist als ungefährdet markiert. Ein charakteristisches Merkmal ist die gegenständige Blattstellung (Blätter sitzen sich paarweise gegenüber) sowie die namensgebende, dichte Behaarung der Triebe. Diese filzige Schicht schützt das Gehölz effektiv vor starker Verdunstung an heißen Tagen.
1 Video zu Wolliger Schneeball

22 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
52 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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