Bild folgtKI-generierte IllustrationCotoneaster bullatus
Auch bekannt als: Runzel-Zwergmispel, Cotoneaster bullatus, Runzelige Zwergmispel
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Schon von weitem fällt die Großfrüchtige Zwergmispel (Cotoneaster bullatus) durch ihre kräftig runzeligen Blätter und den lockeren, leicht überhängenden Wuchs auf. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie eine Brücke zwischen Insektennahrung und Vogelschutz schlägt. Besonders der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) schätzen dieses Gehölz sehr. Im Frühsommer lockt sie mit zarten Blüten, während sie im Herbst mit leuchtend roten Beeren auftrumpft. Wenn du einen robusten Strauch suchst, der wenig Arbeit macht und viel Leben anzieht, liegst du hier genau richtig.
Vogelfutter und Schmetterlingsmagnet: Ein robuster Allrounder für deinen Garten.
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Dieser Strauch ist nach aktuellen Bestäubungsdaten eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Falter wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und den Mosaik-Dickkopffalter (Muschampia tessellum). Auch Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) fliegen die Blüten im Mai und Juni intensiv an. Im Winter übernehmen die Vögel das Zepter: Die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) nutzen die Früchte als energiereiche Nahrung. Damit bietet die Pflanze über fast das ganze Jahr hinweg wertvolle Ressourcen für die heimische Fauna.
Die Großfrüchtige Zwergmispel ist als nicht kindersicher eingestuft. Die Beeren und Blätter enthalten geringe Mengen an Stoffen, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Wenn kleine Kinder in deinem Garten spielen, solltest du sie darauf hinweisen, dass die Früchte nur für die Vögel gedacht sind.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3 m
Standort: Bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten.
Boden: Sie kommt mit normaler Gartenerde gut zurecht, solange keine Staunässe (wenn überschüssiges Wasser nicht abfließen kann) auftritt.
Pflanzzeit: Am besten setzt du sie von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November in den Boden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber im Spätwinter durchgeführt werden, um den Strauch zu verjüngen.
Vermehrung: Im Sommer lassen sich leicht Stecklinge (abgeschnittene Triebstücke zur Bewurzelung) ziehen.
Besonderheit: Da sie eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) ausbildet, profitiert sie von einem gesunden Bodenleben ohne Kunstdünger.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist der Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare). Beide teilen sich ähnliche Standortansprüche und bilden zusammen eine wertvolle Heckenstruktur für nistende Vögel.
Die Großfrüchtige Zwergmispel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sie wächst als sommergrüner Strauch und erreicht meist Höhen zwischen zwei und drei Metern. Auffällig sind die tief liegenden Blattnerven, die der Oberfläche eine beulenartige Struktur verleihen. Als Mykorrhiza-Partner nutzt sie die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft mit Pilzen im Boden), was sie besonders widerstandsfähig gegenüber Nährstoffmangel macht.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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