
Hedera helix subsp. helix
Auch bekannt als: Hedera helix subsp. helix
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241
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Wer den Gewöhnlichen Efeu (Hedera helix subsp. helix) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit seinen immergrünen, charakteristisch gelappten Blättern und dem kletternden Wuchs ist die Pflanze unverwechselbar. Er ist ein unverzichtbarer Baustein im Naturgarten, da er als langlebiger Bodendecker oder Fassadenbegrüner wertvollen Lebensraum schafft. Von seinen Blüten profitieren Insekten wie die Rübsenblattwespe (Athalia rosae) und der Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele). Wenn du Efeu wachsen lässt, bietest du Vögeln und Insekten das ganze Jahr über Schutz und Nahrung. Du machst damit alles richtig, denn diese heimische Art ist ein wahrer Überlebenskünstler.
Immergrüner Lebensraum: Späte Nektarquelle für Schmetterlinge und Wespen.
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Der Efeu ist eine ökologische Schlüsselspezies für die heimische Fauna. Nach aktuellen Beobachtungsdaten dient er als wichtige Nahrungsquelle für Insekten wie die Rübsenblattwespe (Athalia rosae) und den Ockerbindigen Samtfalter (Hipparchia semele). Da er erst spät im Jahr blüht, schließt er eine kritische Versorgungslücke für Bestäuber. Für viele Vögel bieten die dichten, immergrünen Matten geschützte Nistplätze und im Spätwinter energiereiche Beeren. Sein dichter Wuchs fungiert zudem als ganzjähriger Rückzugsort für Nützlinge, was das ökologische Gleichgewicht in deinem Garten stabilisiert.
Achtung: Der Gewöhnliche Efeu ist nicht kindersicher. Alle Pflanzenteile, insbesondere die schwarzen Beeren und die Blätter, sind giftig und können bei Verzehr Übelkeit und Erbrechen auslösen. Da er jedoch sehr charakteristische Blätter besitzt und keine essbaren Wildfrüchte imitiert, ist die Verwechslungsgefahr mit ungiftigen Pflanzen gering.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
5.02 m
Standort: Bevorzugt schattige Plätze, kommt aber auch im Halbschatten gut zurecht.
Boden: Er gedeiht am besten auf frischen (mäßig feuchten) Böden, die weder staunass noch völlig ausgetrocknet sind.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer benötigt er einen normalen Gartenboden ohne übermäßige Düngung.
Pflanzzeit: Die besten Zeiträume sind März bis Mai oder September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Vermehrung: Triebstücke bewurzeln sehr leicht in Erde oder Wasser.
Pflege: Ein Rückschnitt ist bei Bedarf jederzeit möglich, um das Wachstum an Mauern oder Zäunen zu begrenzen.
Gute Partnerin: Waldmeister (Galium odoratum). Beide Arten bevorzugen schattige, frische Standorte unter Gehölzen und ergänzen sich hervorragend als ökologisch wertvolle Bodendecker-Gemeinschaft.
Der Gewöhnliche Efeu gehört zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae) und ist eine indigene Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er besiedelt natürlicherweise schattige Wälder und Felsen, wobei er mit seinen Haftwurzeln beachtliche Höhen erklimmen kann. Typisch ist die Heterophyllie (Verschiedenblättrigkeit): Kriechende Lichttriebe haben gelappte Blätter, während die blühenden Alterstriebe eiförmige, ganzrandige Blätter ausbilden. Als Arbuskuläre Mykorrhiza-Pflanze lebt er in einer engen Symbiose mit Bodenpilzen (Wurzelpilz-Gemeinschaft).
3 Videos zu Gewöhnlicher Efeu



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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_5692818
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