Bild folgtKI-generierte IllustrationCrataegus laevigata
Auch bekannt als: Zweigriffliger Weissdorn, Zweigriffeliger Weißdorn
75
Arten
interagieren
80
Interaktionen
dokumentiert
16
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen glänzenden, tief gelappten Blättern und den namensgebenden zwei Griffeln im Zentrum der weißen Blüte lässt sich der Zweigrifflige Weißdorn (Crataegus laevigata) sofort erkennen. Er ist ein unverzichtbares Gehölz für deinen Naturgarten, da er als dornige Schutzburg vielen Tieren eine sichere Heimat bietet. Besonders seltene Falter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Gelbspanner profitieren von ihm als Futterquelle. Im Winter locken die roten Früchte Vögel wie die Wacholderdrossel an. Wenn du einen robusten, heimischen Strauch suchst, der Ästhetik mit hohem ökologischem Nutzen verbindet, liegst du hier genau richtig.
Dornige Festung für Singvögel und Kinderstube für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Strauch eine lebenswichtige Tankstelle für Schmetterlinge wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und den Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum). Die Raupen des Gelbspanners und des Stachelbeerspanners (Abraxas grossulariata) nutzen die Blätter als ihre einzige Nahrungsgrundlage. Für Vögel wie den Zaunkönig, den Kleiber und den Gartenrotschwanz bietet das dichte, dornige Geäst einen optimalen Schutz vor Fressfeinden. Im Herbst und Winter dienen die Früchte als wertvolle Nahrung für die Wacholderdrossel. Sogar der seltene Baumweißling (Aporia crataegi) wird regelmäßig an diesem Gehölz beobachtet.
Der Zweigrifflige Weißdorn ist nicht kindersicher, da seine spitzen Dornen zu schmerzhaften Stichen führen können. Er ist jedoch nicht giftig, und es besteht keine Verwechslungsgefahr mit gefährlichen Pflanzenarten. Die Früchte sind für den Menschen theoretisch essbar, schmecken aber mehlig und sind für die Vogelwelt weitaus wertvoller.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
7.28 m
Wähle für diesen Strauch einen Standort in der Sonne oder im Halbschatten.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Achte beim Einpflanzen darauf, dass das Pflanzloch groß genug für den Wurzelballen ist.
Da der Weißdorn sehr schnittverträglich ist, kannst du ihn gut als Hecke oder Solitärgehölz ziehen.
Er ist sehr frosthart und kommt mit den klimatischen Bedingungen in Mitteleuropa bestens zurecht.
Eine Düngung ist meist nicht nötig, da die Mykorrhiza-Pilze die Pflanze effizient versorgen.
Die Vermehrung kann durch Aussaat der Samen erfolgen, die jedoch eine Frostperiode zur Keimung benötigen.
Gute Partnerin: Die Hundsrose (Rosa canina) – beide sind heimische Arten, die zusammen eine blickdichte Wildhecke bilden und sich als ökologische Nistplätze für Singvögel perfekt ergänzen.
Der Zweigrifflige Weißdorn gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigen (ursprünglich heimisch) eingestuft und besiedelt typischerweise Heckenlandschaften und Waldränder. Er geht im Boden eine Verbindung mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza, eine Lebensgemeinschaft zur besseren Nährstoffaufnahme) ein. Morphologisch unterscheidet er sich von verwandten Arten durch seine zwei bis drei Griffel pro Blüte und die weniger tief eingeschnittenen Blätter.
3 Videos zu Zweigriffliger Weißdorn



17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
16 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
42 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →