Bild folgtKI-generierte IllustrationCornus sanguinea
Auch bekannt als: Cornus hungarica
159
Arten
interagieren
382
Interaktionen
dokumentiert
19
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die leuchtend blutroten Zweige, die besonders im Winter ohne Laub ein farbiger Blickfang in deinem Garten sind. Der Blutrote Hartriegel (Cornus sanguinea) ist ein ökologisches Kraftpaket, das als Raupenfutter für den Gebüsch-Grünspanner (Eupithecia exiguata) und als Nektarquelle für die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) dient. Durch seine Robustheit und den hohen Wert für die heimische Tierwelt ist er eine Bereicherung für jeden Naturgarten. Wenn du Vögeln wie der Wacholderdrossel (Turdus pilaris) im Winter etwas Gutes tun willst, ist dieser Strauch die perfekte Wahl für dich.
Blutrote Winterzweige und eine sichere Bank für die Aschgraue Sandbiene.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Strauch eine wichtige Anlaufstelle für Insekten wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und den Variablen Weichkäfer (Cantharis livida). Sogar der seltene Kleine Eichenbock (Cerambyx scopolii) nutzt die Pflanze als Lebensraum. Für die Raupen des Gebüsch-Grünspanners (Eupithecia exiguata) ist das Laub eine unverzichtbare Nahrungsgrundlage. Im Herbst bietet er mit seinen dunklen Beeren ein reich gedecktes Buffet für Vögel wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus), die hier wertvolle Energie für die kalte Jahreszeit finden.
Der Blutrote Hartriegel ist nicht kindersicher. Die Beeren und Blätter enthalten Stoffe, die bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen können, weshalb du in Gärten mit kleinen Kindern vorsichtig sein solltest. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern wie der Tollkirsche.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.04 m
Standort: Die Pflanze bevorzugt Halbschatten, kommt aber auch an sonnigen Plätzen gut zurecht.
Boden: Er ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) und gedeiht am besten in frischem (mäßig feuchtem), normalem Gartenboden.
Pflanzzeit: Setze den Strauch idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein regelmäßiger Rückschnitt im Spätwinter fördert die Bildung junger Triebe, die besonders intensiv rot gefärbt sind.
Vermehrung: Er verbreitet sich über Ausläufer und ist dadurch sehr standfest und regenerationsfähig.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Eingrifflige Weißdorn (Crataegus monogyna). Diese Kombination aus heimischen Gehölzen bietet einen idealen Lebensraum für Heckenbrüter, da beide ähnliche Ansprüche an Boden und Licht stellen.
Der Blutrote Hartriegel (Cornus sanguinea) gehört zur Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae) innerhalb der Ordnung der Cornales. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (ursprünglich heimisch) und besiedelt natürlicherweise Waldränder und Hecken auf eher kalkhaltigen Standorten. Charakteristisch sind seine eiförmigen, gegenständigen Blätter (immer zwei Blätter liegen sich am Zweig gegenüber) mit den typisch bogig verlaufenden Blattadern. Er wächst als breit aufrechter Strauch und erreicht meist Höhen von zwei bis fünf Metern.
2 Videos zu Blutroter Hartriegel


54 Arten interagieren mit dieser Pflanze
19 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
86 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →