Bild folgtKI-generierte IllustrationLigustrum vulgare
Auch bekannt als: Liguster
138
Arten
interagieren
350
Interaktionen
dokumentiert
12
Wirtsbeziehungen
Arten
Den Gewöhnlichen Liguster erkennst du an seinen schmalen, dunkelgrünen Blättern und den im Juni erscheinenden, weißen Blütenrispen, die einen sehr charakteristischen, schweren Duft verströmen. Er ist für deinen Naturgarten ein echter Gewinn, da er als heimisches Gehölz wertvollen Lebensraum bietet. Von seinen Blüten profitiert unter anderem die seltene Atlantische Sandbiene (Andrena agilissima), während die Blätter dem Fliederspanner (Apeira syringaria) als Nahrung dienen. Wenn du eine robuste Hecke suchst, die ökologisch wertvoller als Kirschlorbeer ist, machst du mit ihm alles richtig.
Heimischer Sichtschutz und wertvolle Kinderstube für seltene Nachtfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Liguster eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Insekten wie die Atlantische Sandbiene (Andrena agilissima) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Für die Raupen des Fliederspanners (Apeira syringaria) und des Rinden-Wellenspanners (Menophra abruptaria) ist er eine lebensnotwendige Futterquelle. Im Winter bieten die dunklen Beeren Nahrung für die Rötelmaus (Myodes glareolus), während die dichten Zweige der Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) sichere Nistplätze und Schutz bieten. So förderst du mit nur einer Pflanze eine ganze Kette an heimischen Tierarten.
Bitte beachte, dass der Gewöhnliche Liguster in allen Teilen giftig ist und daher als nicht kindersicher eingestuft wird. Besonders die schwarzen Beeren können bei Verzehr zu Übelkeit führen. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit der ebenfalls schwarzen Beere des Schwarzen Holunders, wobei der Liguster durch seine glatten, ledrigen Blätter gut unterscheidbar bleibt.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3.35 m
Der Liguster ist ein unkomplizierter Gast, der am besten im Halbschatten gedeiht. Er bevorzugt frische Böden, was bedeutet, dass die Erde mäßig feucht sein sollte, aber normale Gartenerde ohne Staunässe völlig ausreicht. Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) benötigt er keinen zusätzlichen Dünger.
Pflanze ihn am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November.
Ein Rückschnitt ist jederzeit möglich, sollte aber zum Schutz brütender Vögel im Sommer vermieden werden.
Er bildet eine AM-Mykorrhiza (eine nützliche Symbiose mit Bodenpilzen) aus, was ihn besonders widerstandsfähig gegen Trockenstress macht.
Gute Partnerin: Der Eingrifflige Weißdorn (Crataegus monogyna) – beide teilen den Standortanspruch und bilden zusammen ein undurchdringliches Vogelschutzgehölz.
Der Gewöhnliche Liguster gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) und ist in ganz Mitteleuropa verbreitet. Er wächst natürlicherweise in lichten Laubwäldern und an sonnigen Gebüschrändern. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch war) ist er perfekt an unser Klima angepasst. Eine morphologische Besonderheit ist seine Eigenschaft als halbimmergrünes Gehölz: In milden Wintern behält er seine Blätter oft bis zum Neuaustrieb im Frühjahr.
2 Videos zu Gewöhnlicher Liguster


61 Arten interagieren mit dieser Pflanze
65 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →