Bild folgtKI-generierte IllustrationJuniperus communis
Auch bekannt als: Juniperus sibirica
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen stechend spitzen Nadeln, die meist in Dreierquirlen (kreisförmig um den Zweig angeordnet) stehen, lässt sich der Gewöhnliche Wacholder (Juniperus communis) sofort erkennen. Er ist eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten, da er spezialisierten Insekten wie dem Doppelzahnspanner (Odontopera bidentata) als lebenswichtige Futterquelle dient. Auch Vögel wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) profitieren enorm von seinen Früchten. Er steht bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste (V), weshalb jeder Strauch im Garten echten Artenschutz bedeutet. Wenn du einen robusten Charakterkopf für magere Ecken suchst, machst du hier alles richtig.
Heimischer Überlebenskünstler: Futterquelle für Doppelzahnspanner und Drosseln.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Wacholder ein wichtiger Lebensraum für die heimische Fauna. Der Doppelzahnspanner (Odontopera bidentata) nutzt ihn exklusiv als Raupenfutterpflanze. Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) besuchen die Blüten im Frühjahr und Sommer. Auch Käferfreunde kommen auf ihre Kosten, da der Vierpunktige Kiefernprachtkäfer (Anthaxia quadripunctata) hier anzutreffen ist. Im Winter dienen die fleischigen Zapfen als proteinreiche Nahrung für die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus).
Der Gewöhnliche Wacholder gilt als nicht kindersicher, da seine spitzen Nadeln bei Berührung zu schmerzhaften Stichen führen können. Es besteht zudem eine Verwechslungsgefahr mit dem stark giftigen Sadebaum (Juniperus sabina); unterscheide ihn durch die nadelartigen Blätter, während der Sadebaum eher schuppenförmige Blätter besitzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Pflanzenhöhe
2.18 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit der Wacholder seine typische, dichte Form behält.
Boden: Er ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und benötigt mageren, gut durchlässigen Boden.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei die Pflanze keine Staunässe verträgt.
Pflanzzeit: Setze ihn idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in den Boden.
Pflege: Da er sehr langsam wächst, ist ein Rückschnitt im Regelfall nicht erforderlich.
Mykorrhiza: Er lebt in Symbiose mit AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhiza), die ihm bei der Nährstoffaufnahme helfen.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist das Heidekraut (Calluna vulgaris) – beide teilen die Vorliebe für nährstoffarme Sonnenplätze und bilden eine ökologisch wertvolle Lebensgemeinschaft.
Der Gewöhnliche Wacholder (Juniperus communis) gehört zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) und ist ein heimisches Nadelgehölz, das in ganz Mitteleuropa vorkommt. Typische Lebensräume sind Heidelandschaften und Magerweiden, wobei er als Archäophyt (Pflanzenart, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits indigen war) fest in unserer Landschaft verwurzelt ist. Er wächst meist als straff aufrechter Strauch oder kleiner Baum und ist diözisch (getrenntgeschlechtlich, es gibt also männliche und weibliche Exemplare).
2 Videos zu Gewöhnlicher Wacholder


22 Arten interagieren mit dieser Pflanze
13 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
56 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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