Bild folgtKI-generierte IllustrationEuonymus europaeus
Auch bekannt als: Spillbaum, Gemeines Pfaffenhütchen, Pfaffenhütchen, Pfaffenkäppchen, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Pfaffenhut, Gewöhnliches Pfaffenhütchen, Spindelbaum
79
Arten
interagieren
96
Interaktionen
dokumentiert
7
Wirtsbeziehungen
Arten
Das Europäische Pfaffenhütchen erkennst du im Herbst sofort an seinen leuchtend pinkfarbenen Früchten, die wie die Kopfbedeckung eines Priesters geformt sind und orangefarbene Samen preisgeben. Es ist ein unverzichtbares Gehölz für die heimische Tierwelt, da es eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) darstellt. Ohne solche Sträucher fehlt vielen Arten im Winter die nötige Energie. Wenn du eine Hecke planst, die nicht nur Sichtschutz bietet, sondern echtes Leben in deinen Garten bringt, ist dieser Strauch eine hervorragende Wahl für dich.
Farbenfrohe Winterapotheke für Wacholderdrossel und Zaunkönig
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Dieses Gehölz ist nach aktuellen Bestäubungsdaten eine wertvolle Ressource für die lokale Fauna. Besonders Vögel profitieren von den energiereichen Samen: Die Wacholderdrossel (Turdus pilaris), die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) und der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) nutzen die Früchte als Nahrung. Auch der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) findet im dichten Geäst Schutz und Nahrung. Am Boden sammeln Kleinsäuger wie die Rötelmaus (Myodes glareolus) herabgefallene Samen auf. Da die Blütezeit im Juni liegt, schließt das Pfaffenhütchen eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des Frühsommers.
Bitte sei vorsichtig: Das Europäische Pfaffenhütchen ist in allen Teilen stark giftig und daher nicht kindersicher. Besonders die auffälligen, bunten Früchte können auf Kinder anziehend wirken, führen bei Verzehr jedoch zu schweren Vergiftungserscheinungen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3.48 m
Standort: Das Pfaffenhütchen bevorzugt einen Platz im Halbschatten, kommt aber auch mit helleren Orten zurecht.
Boden: Ideal ist ein frischer (mäßig feuchter) Boden, der weder zu Staunässe noch zu extremer Trockenheit neigt.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt es keine starken Düngergaben; normaler Gartenboden reicht völlig aus.
Pflanzzeit: Du setzt den Strauch am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Das Gehölz ist äußerst schnittverträglich und robust gegenüber Krankheiten.
Vermehrung: Im Naturgarten erfolgt diese meist durch Selbstaussaat über Vögel oder durch das Stecken von Holzstecklingen im Winter.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Gemeine Hasel (Corylus avellana). Beide Arten kommen in natürlichen Waldrandgesellschaften gemeinsam vor und ergänzen sich hervorragend in Wuchshöhe und ökologischem Nutzen als Sichtschutz und Nistplatz.
Das Europäische Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) gehört zur Familie der Spindelbaumgewächse (Celastraceae). Es ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz und besiedelt dort typischerweise Waldränder und Hecken. Ein morphologisches (gestaltliches) Erkennungsmerkmal sind die oft vierkantigen, grünen Zweige der jungen Triebe, die manchmal schmale Korkleisten ausbilden. Der Strauch wächst aufrecht und erreicht als Tiefwurzler meist eine Höhe von drei bis fünf Metern.
2 Videos zu Europäisches Pfaffenhütchen


7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
65 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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