Bild folgtKI-generierte IllustrationBombus bohemicus Seidl, 1838
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Du erkennst die Kuckuckshummel an ihrem oft etwas trägeren Flug und den leicht dunkel getönten Flügeln, wobei ihr Körperbau durch einen besonders harten Panzer gekennzeichnet ist. In deinem Garten tritt sie als sogenannter Sozialparasit (ein Tier, das die Brutpflege anderer Arten ausnutzt) auf, da sie keine eigenen Arbeiterinnen hervorbringt, sondern ihre Eier in die Nester der Hellen Erdhummel legt. Bereits ab Februar kannst du die überwinterten Weibchen beobachten, wie sie an Korb-Weiden (Salix viminalis) oder Lorbeer-Weiden (Salix pentandra) ersten Nektar trinken. Im Sommer bevorzugt sie für ihre Energieversorgung den Klippen-Thymian (Thymus praecox), Weiß-Klee (Trifolium repens) oder die Echte Mehlbeere (Sorbus aria). Die Larven fressen die Pollenvorräte, die von den Arbeiterinnen der Wirtshummeln herangetragen werden. Es gibt nur eine Generation pro Jahr, die ausschließlich aus Geschlechtstieren besteht. Um diese Art zu unterstützen, solltest du frühblühende, heimische Weiden pflanzen und im Hochsommer Bestände der Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense) oder von Heidekraut (Calluna vulgaris) im Garten tolerieren. Die Weibchen überwintern in einer Kältestarre (Zustand verlangsamten Stoffwechsels) an geschützten Plätzen im Erdreich.
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Diese Hummelart ist völlig harmlos und ein faszinierender Gast, der wie alle Wildbienen unter allgemeinem Naturschutz steht. Sie ist friedfertig und setzt ihren Stachel nur ein, wenn sie direkt gedrückt oder massiv bedroht wird. Aufgrund ihrer parasitischen Lebensweise ist eine Umsiedlung nicht möglich, sie reguliert jedoch die Bestände ihrer Wirte auf natürliche Weise.
Die Kuckuckshummel gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und als spezialisierter Brutparasit der Hellen Erdhummel bekannt. Von ihrem Wirt unterscheidet sie sich optisch durch das Fehlen der Sammelkörbchen (glatte Stellen an den Hinterbeinen zum Pollentransport) und eine meist struppigere Behaarung. Da sie selbst keine Brut versorgt, entfällt das Sammeln von Pollen für den Nachwuchs, was ihre Lebensweise grundlegend von anderen Hummeln unterscheidet.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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