Bild folgtKI-generierte IllustrationBombus pascuorum (Scopoli, 1763)
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Du erkennst die Ackerhummel an ihrem struppigen, fuchsroten bis gelblichen Pelz auf dem Rücken und dem meist hellgrauen Hinterleib. Auffällig ist, dass sie keine weiße Schwanzspitze besitzt und im Vergleich zu anderen Arten sehr variabel gefärbt sein kann. Pro Jahr entwickelt sich eine Generation, wobei die Königin nach der Winterruhe etwa 100 bis 150 Eier in ein oberirdisches Moosnest oder ein verlassenes Mäusenest legt. Im Frühling besucht sie in deinem Garten vor allem die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) und die Echte Sternmiere (Stellaria holostea). Während der Sommermonate findest du sie an der Lanzett-Kratzdistel (Cirsium vulgare) und dem Gewöhnlichen Habichtskraut (Hieracium pilosella), während sie im Herbst den Echten Augentrost (Euphrasia) nutzt. Die Larven ernähren sich von einem Gemisch aus Pollen und Nektar, das die Arbeiterinnen im Nest bereitstellen. Die Jungköniginnen überwintern in einer Diapause (Ruhezustand mit verlangsamtem Stoffwechsel) in selbst gegrabenen Erdhöhlen oder unter dichten Moosdecken. Um sie zu unterstützen, solltest du wilde Ecken mit Moos und Altgras stehen lassen. Als langrüsselige Art ist sie eine unersetzliche Bestäuberin für tiefe Blütenkelche.
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Die Ackerhummel ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt und ein völlig harmloser Gartenbesucher. Sie ist äußerst friedfertig und setzt ihren Stachel nur bei massiver Bedrohung ihres Nestes zur Verteidigung ein. Du kannst sie daher ohne Sorge aus der Nähe beim Blütenbesuch beobachten.
Die Ackerhummel (Bombus pascuorum) gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt als Kulturfolgerin bevorzugt Gärten und Parkanlagen. Mit einer Körperlänge von bis zu 18 Millimetern bei Königinnen gehört sie zu den mittelgroßen Hummelarten. Charakteristisch ist ihre polylektische Lebensweise (nicht auf bestimmte Pflanzenfamilien spezialisiert), wodurch sie eine Vielzahl heimischer Wildpflanzen bestäubt.
541 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloRes_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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