Bild folgtKI-generierte IllustrationMelitaea didyma Esper, 1780
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Unverwechselbar ist der Rotwürfel-Scheckenfalter durch seine leuchtend orangefarbene Flügeloberseite, die von einem markanten schwarzen Würfelmuster überzogen ist. In deinem Garten kannst du diesen Edelfalter (Nymphalidae) vor allem in den Hochsommermonaten Juli und August beobachten. Während die erwachsenen Falter zur Nektaraufnahme (Energiegewinnung aus Blütenzugucker) Pflanzen wie die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) oder den Roten Fingerhut (Digitalis purpurea) besuchen, benötigen ihre Raupen eine spezifische Auswahl an Wildkräutern. Die Eiablage erfolgt bevorzugt an Pflanzen wie dem Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata) oder dem Gewöhnlichen Leinkraut (Linaria vulgaris), die den Raupen als Nahrung dienen. Auch der Aufrechte Ziest (Stachys recta) und der Berg-Klee (Trifolium montanum) sind wichtige Futterquellen für den Nachwuchs. Du kannst diese Art fördern, indem du sonnige Standorte mit dem Feld-Mannstreu (Eryngium campestre) oder dem Gelben Zahntrost (Odontites vulgaris) erhältst. Da die Überwinterung im Raupenstadium (Entwicklungsstufe zwischen Ei und Puppe) erfolgt, ist es entscheidend, verblühte Stauden wie den Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis) bis zum Frühjahr stehen zu lassen. So schützt du die Tiere in der kalten Jahreszeit vor mechanischen Störungen.
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Dieser Falter ist für den Menschen völlig harmlos und ein gern gesehener Gast, da er weder stechen noch beißen kann. Aufgrund seiner Spezialisierung auf bedrohte Lebensräume solltest du die Tiere lediglich beobachten und keinesfalls berühren oder umsiedeln. Der Schutz seiner heimischen Futterpflanzen ist die beste Maßnahme für seine Erhaltung.
Der Rotwürfel-Scheckenfalter (Melitaea didyma) gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt vorrangig trockene und warme Lebensräume wie Magerrasen (nährstoffarme Grasflächen) oder sonnige Böschungen. Die Art erreicht eine mittlere Größe und ist an der intensiv orange-roten Färbung sowie der namensgebenden Würfelfleckung erkennbar. Innerhalb der Region ist er als Charakterart für ökologisch hochwertige Offenlandbiotope bekannt, wobei die Falter eine enge Bindung an ihre regionalen Nektarpflanzen aufweisen.
1 Video zu Rotwürfel-Scheckenfalter

10 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
156 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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