Bild folgtKI-generierte IllustrationBombus sylvestris (Lepeletier, 1832)
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Du erkennst die Waldhummel an ihrem eher struppigen Aussehen und dem Fehlen von Sammelkörbchen für Pollen an den Hinterbeinen, da sie als Kuckuckshummel (ein Sozialparasit, der fremde Nester nutzt) lebt. Es gibt pro Jahr nur eine Generation, wobei das Weibchen seine Eier direkt in die Nester anderer Hummelarten legt. Dort fressen die Larven den von den fremden Arbeiterinnen herbeigeschafften Pollenvorrat. Im Frühling siehst du die Weibchen bei der Nektarsuche an der Stachelbeere (Ribes uva-crispa) oder dem Lauchhederich (Alliaria petiolata), während sie im Sommer bevorzugt die Wilde Karde (Dipsacus fullonum) und den Gewöhnlichen Teufelsabbiss (Succisa pratensis) anfliegen. Die Überwinterung erfolgt als begattetes Weibchen in einer Kältestarre (Zustand mit stark reduziertem Stoffwechsel) in geschützten Erdlöchern oder unter Moos. Du kannst diese Art fördern, indem du in deinem Garten heimische Wildkräuter wie den Acker-Rettich (Raphanus raphanistrum) oder den Weichen Storchschnabel (Geranium molle) stehen lässt. Achte darauf, keine Insektizide einzusetzen, um die empfindlichen Bestäuber zu schützen.
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Die Waldhummel ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt und darf weder gefangen noch gestört werden. Sie ist für den Menschen völlig harmlos, da sie nicht aggressiv ist und ihren Stachel nur bei extremer Bedrohung zur Verteidigung einsetzt. Ein respektvoller Beobachtungsabstand im Garten ist daher ideal.
Die Waldhummel (Bombus sylvestris) gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) und ist eine in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitete Kuckuckshummel. Sie lebt parasitisch (auf Kosten anderer Organismen) und besetzt die Nester anderer Hummelarten, weshalb sie selbst keine Arbeiterinnen hervorbringt. Mit einer Körperlänge von etwa 10 bis 15 Millimetern ist sie etwas kleiner als viele andere Arten. Charakteristisch sind die leicht rauchig getrübten Flügel und die fehlende Pollensammeleinrichtung an den Hinterbeinen der Weibchen.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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