Bild folgtKI-generierte IllustrationLasioglossum lineare (Schenck, 1870)
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An ihrem auffallend schlanken, fast zylindrischen Körper lässt sich die Schornstein-Schmalbiene sofort erkennen. Diese kleine Wildbiene ist von März bis August in deinem Garten aktiv und bereichert als fleißige Bestäuberin die Artenvielfalt. Die Art bringt eine Generation pro Jahr hervor, wobei die Weibchen ihre Eier in selbst gegrabenen Gängen im Boden ablegen. Jede Larve entwickelt sich in einer eigenen Zelle und ernährt sich dort von einem Gemisch aus Pollen und Nektar. Im zeitigen Frühjahr besucht die Biene vor allem Loesels Weg-Rauke (Sisymbrium loeselii), während sie im Hochsommer an der Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), dem Rainfarn (Tanacetum vulgare) oder der Stängellosen Kratzdistel (Cirsium acaule) zu finden ist. Auch der Quirl-Salbei (Salvia verticillata) und die Acker-Winde (Convolvulus arvensis) dienen als wichtige Futterquellen. Die begatteten Weibchen überwintern in Kältestarre (Zustand verringerten Stoffwechsels) tief im Erdboden in ihren Geburtsnestern. Du kannst diese nützliche Art fördern, indem du offene Bodenstellen und kleine sandige Flächen in sonniger Lage zulässt, da sie dort ihre Nester gräbt. Lass heimische Wildkräuter wie die Weg-Distel (Carduus acanthoides) stehen, um ihr ein kontinuierliches Nahrungsangebot zu bieten.
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Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Die Schornstein-Schmalbiene ist friedfertig und sticht nicht, sofern man sie nicht mit der Hand einfängt. Da viele Wildbienenarten in ihrem Bestand bedroht sind, ist der Schutz ihrer natürlichen Nistplätze im Boden besonders wertvoll.
Die Schornstein-Schmalbiene gehört zur Familie der Halictidae (Schmalbienen) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt sonnige, offene Standorte mit sandigen oder lehmigen Böden. Mit einer Körperlänge von etwa 7 bis 9 Millimetern ist sie recht klein und für Laien vor allem durch ihren sehr schmalen Hinterleib charakteristisch. Als Solitärbiene (einzeln lebende Biene ohne Staatenbildung) übernimmt jedes Weibchen die Nestanlage und Brutpflege völlig eigenständig.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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