Bild folgtKI-generierte IllustrationBombus vestalis (Geoffroy, 1785)
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Du erkennst die Westliche Kuckuckshummel an ihrem markanten weißen Hinterleibsende, das an den Seiten oft von gelblichen Haarsäumen begrenzt wird. Auffällig ist zudem, dass sie keine Sammelkörbchen für Pollen an den Hinterbeinen trägt, da sie sozialparasitisch (als „Kuckuck“ in fremden Nestern lebend) existiert. Pro Jahr entwickelt sich eine Generation. Das Weibchen legt seine Eier in die Nester anderer Hummelarten, wo der Nachwuchs von den dortigen Arbeiterinnen versorgt wird. Im Frühling, ab April, kannst du sie an der Schlehe (Artengruppe) (Prunus spinosa) oder am Steifhaarigen Löwenzahn (Leontodon hispidus) beobachten. Im Sommer ist sie ein häufiger Gast am Schlangen-Wiesenknöterich (Bistorta officinalis) oder an der Drüsenlosen Kugeldistel (Echinops sphaerocephalus). Die Larven ernähren sich von den Vorräten, die im besetzten Nest gesammelt wurden. Das Tier überwintert in einer Kältestarre (Zustand verlangsamter Lebensvorgänge bei Kälte) an geschützten Plätzen wie in Erdlöchern. Du kannst die Art fördern, indem du in deinem Garten auf heimische Blühpflanzen wie das Deutsche Geißblatt (Lonicera periclymenum) oder den Gewöhnlichen Teufelsabbiss (Succisa pratensis) setzt.
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Diese Hummelart ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt; ein Einfangen ist nicht gestattet. Sie verhält sich gegenüber Menschen äußerst friedlich und sticht nur bei direkter Lebensgefahr. Die Westliche Kuckuckshummel ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gast.
Die Westliche Kuckuckshummel (Bombus vestalis) gehört zur Familie der Apidae (Echte Bienen) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und weit verbreitet. Da sie keine eigenen Arbeiterinnen ausbildet, ist sie auf die Übernahme fremder Hummelvölker zur Aufzucht ihres Nachwuchses angewiesen. Man unterscheidet sie von herkömmlichen Hummeln vor allem durch die weniger dichte Behaarung und das Fehlen der Pollensammelapparate an den Beinen.
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172 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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