Bild folgtKI-generierte IllustrationOsmia brevicornis (Fabricius, 1798)
21
Pflanzen
besucht
47
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Schöterich-Mauerbiene an ihrem markanten, metallisch bläulich-schwarzen Glanz und ihrem kompakten Körperbau. Diese Wildbiene bringt pro Jahr nur eine einzige Generation hervor und ist hauptsächlich zwischen April und Juni in deinem Garten aktiv. Das Weibchen legt seine Eier in vorhandene Hohlräume, wie etwa Käferfraßgänge in Totholz, und versorgt jede Larve mit einem Pollenvorrat. Im Frühjahr besucht sie bevorzugt den Bleichen Schöterich (Erysimum crepidifolium), die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) und den Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys). Ab Juni findest du sie auch an der Gebräuchlichen Ochsenzunge (Anchusa officinalis), dem Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) und der Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis). Die Larve ernährt sich im Nest ausschließlich von dem gesammelten Gemisch aus Pollen und Nektar. Das Tier überwintert als fertiges Insekt in seinem schützenden Kokon innerhalb der Brutröhre, wo es in eine Kältestarre verfällt. Du kannst diese Art fördern, indem du heimische Kreuzblütler wie Schöterich-Arten oder Loesels Rauke (Sisymbrium loeselii) pflanzt. Als oligolektische (auf wenige Pollenquellen spezialisierte) Biene ist sie zwingend auf diese Pflanzen angewiesen. Biete zudem Nisthilfen in Form von Bohrungen in Hartholz an und lass verblühte Stängel über den Winter stehen. Auch der Gewöhnliche Efeu (Hedera helix) und der Kriechende Hahnenfuß (Ranunculus repens) werden als Nahrungsquellen genutzt.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Die Schöterich-Mauerbiene ist friedfertig und sticht nur bei extremer Bedrängnis, wobei ihr Stich kaum schmerzhaft ist. Sie steht unter allgemeinem Naturschutz und sollte an ihren Nistplätzen ungestört bleiben.
Die Schöterich-Mauerbiene (Osmia brevicornis) ist ein Vertreter der Megachilidae (Bauchsammlerbienen) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien heimisch. Die Art lebt solitär (einzeln) und ist für die Aufzucht ihrer Brut auf Pollen von Kreuzblütlern spezialisiert. Mit ihrer dunklen, metallisch schimmernden Färbung und einer Flugzeit von April bis Juni besiedelt sie bevorzugt sonnige Waldränder und naturnahe Gärten mit Totholzstrukturen.
1 Video zu Schöterich-Mauerbiene

21 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →