Bild folgtKI-generierte IllustrationBombus soroeensis (Fabricius, 1776)
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Du erkennst die Sandhummel an ihrem meist weißen Hinterleibsende und den gelben Querbinden, wobei die vordere Binde direkt hinter dem Kopf oft charakteristisch in der Mitte unterbrochen ist. Diese heimische Wildbiene ist von April bis September in unseren Gärten aktiv und zeigt eine soziale Lebensweise. Nach der winterlichen Ruhephase gründet die Königin im Frühjahr ein Nest und legt dort ihre Eier ab, aus denen sich die erste Generation entwickelt. Die Larven ernähren sich von gesammeltem Pollen und Nektar, den die erwachsenen Tiere unermüdlich in das Nest eintragen. Im Frühsommer kannst du sie beim Besuch der Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia) oder an den Blüten des Weiß-Klees (Trifolium repens) beobachten. Im Hochsommer bevorzugt sie die Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata) sowie den Gewöhnlichen Natternkopf (Echium vulgare). Gegen Ende ihrer Flugzeit im Spätsommer nutzt sie Pflanzen wie die Färber-Scharte (Serratula tinctoria) und den Gewöhnlichen Teufelsabbiss (Succisa pratensis) als wichtige Nahrungsquelle. Die Jungköniginnen überwintern schließlich im Boden in einer Diapause (Zustand verringerter Körperaktivität). Du kannst diese nützliche Art fördern, indem du gezielt heimische Glockenblumen pflanzt und auf das Umgraben von versteckten Erdnischen verzichtest.
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Die Sandhummel ist völlig harmlos und ein ausgesprochen friedfertiger Gartenbesucher, der sich vorrangig um die Versorgung der Brut kümmert. Wie alle heimischen Wildbienen steht sie unter allgemeinem Artenschutz und darf nicht gestört oder gefangen werden. Ein Stich ist äußerst selten und erfolgt nur zur Verteidigung bei direkter körperlicher Bedrängnis.
Die Sandhummel (Bombus soroeensis) gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sie bewohnt bevorzugt offene Landschaften sowie Waldränder und lebt in einjährigen Völkern. Die Art ist für ihre Bestäubungsleistung an einer Vielzahl von Wildpflanzen bekannt. Besonders auffällig ist ihre Bindung an Schmetterlingsblütler und Glockenblumengewächse, was sie von anderen, weniger spezialisierten Hummelarten unterscheidet.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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