Bild folgtKI-generierte IllustrationErica cinerea
Auch bekannt als: Graue Glockenheide, bruyère cendrée, Graue Heide
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Arten
interagieren
172
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Grau-Heide durch ihre leuchtenden, purpurroten Glockenblüten auf, die den Garten von Mai bis September in Farbe tauchen. Du erkennst sie zudem an ihren immergrünen, nadelartigen Blättern, die meist in Dreier-Quirlen (ringförmig um den Stängel angeordnet) stehen. Für deinen Naturgarten ist dieser Zwergstrauch ein echter Gewinn, da er auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft ist und seltenen Arten wie dem Heide-Gelbspanner (Gnophos obfuscata) als Raupenfutter dient. Auch der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) ist ein häufiger Gast an den Blüten. Wenn du ihr einen sonnigen, mageren Platz gönnst, tust du aktiv etwas für den Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt.
Seltene Schönheit für Spezialisten: Die Grau-Heide rettet bedrohte Falter.
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Die Grau-Heide ist eine unverzichtbare Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient sie als Raupenfutter für seltene Falter wie die Kleine Heidekrauteule (Xestia ashworthii candelarum) und den Heide-Gelbspanner (Gnophos obfuscata). Auch die Raupen von Entephria caesiata sind auf diesen Zwergstrauch angewiesen. Während der langen Blütezeit finden Bestäuber wie der Heller Erdhummel-Komplex (Bombus lucorum-Gruppe) reichlich Nahrung. Tagfalter, darunter der Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas), nutzen das Nektarangebot über den gesamten Sommer hinweg.
Die Grau-Heide wird als nicht kindersicher eingestuft. Das bedeutet, dass die Pflanzenteile nicht für den Verzehr geeignet sind und bei Kindern zu Unwohlsein führen können. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Gartenpflanzen besteht aufgrund der charakteristischen, nadelartigen Blätter und Glockenblüten jedoch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Pflanzenhöhe
0.42 m
Standort: Suche einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Grau-Heide ist ein Schwachzehrer (Magerkeitszeiger) und braucht einen sauren, nährstoffarmen Boden ohne Dünger.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte 'frisch' (mäßig feucht) sein. Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da sonst die Mykorrhiza-Pilze absterben.
Pflanzzeit: Am besten setzt du sie von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Nach der Blüte im September kannst du die Triebe leicht einkürzen, damit der Wuchs kompakt bleibt und die Pflanze nicht vergreist.
Vermehrung: Da sie empfindliche Wurzeln hat, solltest du sie am besten durch vorsichtiges Teilen im Frühjahr vermehren.
Wichtiger Hinweis: Verwende keinen Kalk, da dies den Wurzelpilzen schadet.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Besenheide (Calluna vulgaris) – beide teilen die Vorliebe für saure Böden und ergänzen sich perfekt in ihren Blühzeiten.
Die Grau-Heide (Erica cinerea) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie wächst als ausdauernder Zwergstrauch und bevorzugt atlantisch geprägte Heidegebiete sowie lichte Wälder. Ein typisches Merkmal ist die Symbiose mit einer ErM-Mykorrhiza (spezialisierte Pilze im Wurzelraum), die der Pflanze hilft, auf sehr nährstoffarmen Standorten zu überleben. Aufgrund schwindender Lebensräume wird sie auf der Roten Liste in der Kategorie 2 (stark gefährdet) geführt.
3 Videos zu Grau-Heide



63 Arten interagieren mit dieser Pflanze
15 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
21 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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