
Echium vulgare
Auch bekannt als: Gewöhnlicher Natterkopf, Gemeiner Natterkopf, Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare), Blauer Natternkopf
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Arten
interagieren
362
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Natternkopf (Echium vulgare) durch seine aufrechten, borstigen Blütenkerzen auf, die sich im Aufblühen von zartem Rosa in ein tiefes Himmelblau verwandeln. Für deinen Naturgarten ist er ein echtes Juwel, da er als verlässliche Tankstelle für spezialisierte Gäste dient. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und der Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas) schätzen das reiche Angebot. Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Platz hast, ist diese Pflanze ein absolutes Muss für dich. Mit dem Natternkopf holst du dir eine pflegeleichte Wildpflanze in den Garten, die bis in den Spätsommer für Leben sorgt.
Blaue Wunderwaffe: Der Natternkopf lockt seltene Wildbienen und Falter an.
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Nach aktuellen Beobachtungen ist der Natternkopf eine der wertvollsten Pflanzen für unsere heimische Insektenwelt. Er bietet hochwertigen Nektar für Wildbienen wie die Beulen-Maskenbiene (Hylaeus hyalinatus) und die Schwarzbürstige Blattschneiderbiene (Megachile nigriventris). Auch Schmetterlinge profitieren stark: Neben dem Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) besucht auch die Hausmutter (Noctua pronuba), ein Nachtfalter, die Blüten. Im Winter sind die stehengelassenen Samenstände eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel. Durch seine lange Blütezeit von Juni bis August überbrückt er die oft blütenarme Zeit im Hochsommer.
Der Natternkopf ist nicht als kindersicher eingestuft. Er enthält Pyrrolizidinalkaloide (natürliche Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde), die bei Verzehr leberschädigend wirken können. Zudem können die harten Borstenhaare bei Kontakt leichte Hautreizungen verursachen. Er sollte daher nicht in Reichweite kleiner Kinder oder in der Nähe von Weidetieren gepflanzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.51 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) und bevorzugt trockene, eher magere Erde ohne Staunässe.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da er oft zweijährig wächst, solltest du die verblühten Stände im ersten Jahr stehen lassen, damit er sich durch Versamung selbst erhalten kann.
Wässern: Nur in extremen Hitzeperioden gießen; eingewurzelte Exemplare sind extrem trockenheitsresistent.
Vermehrung: Erledigt der Natternkopf meist von selbst über Samen.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Wegwarte (Cichorium intybus). Beide teilen die Vorliebe für sonnige, trockene Standorte und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Blautöne und Wuchsformen wunderbar.
Der Natternkopf (Echium vulgare) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) innerhalb der Ordnung der Boraginales. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigene Art (schon immer hier heimisch) oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) weit verbreitet. Typischerweise besiedelt er Ruderalflächen (unbebautes Brachland) und trockene Wegränder. Auffällig sind seine steifen Borstenhaare, die auf kleinen roten Höckern am Stängel sitzen, sowie seine tiefreichende Pfahlwurzel (senkrecht nach unten wachsende Hauptwurzel), die ihn perfekt an Trockenheit anpasst.
1 Video zu Gewöhnlicher Natternkopf

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98 Arten interagieren mit dieser Pflanze
11 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Orest Lyzhechka / Adobe Stock
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →