Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia faba
Auch bekannt als: Saubohne, Faberbohne, Große Bohne, Fabaciae Virides, Dicke Bohne, Favabohne, Puffbohne
87
Arten
interagieren
310
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch fuer die Ackerbohne (Vicia faba) sind ihre markanten, aufrechten Vierkantstängel und die großen, weiß-schwarzen Schmetterlingsblüten. In deinem Naturgarten ist sie ein echtes Multitalent, da sie über ihre Wurzeln den Boden auf natürliche Weise mit Stickstoff anreichert. Von ihrem proteinreichen Pollen profitieren besonders spezialisierte Arten wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) oder die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Du wirst merken, dass diese alte Kulturpflanze nicht nur den Boden verbessert, sondern auch ordentlich Leben ins Beet bringt. Wenn du im Februar schon die kommende Gartensaison planst, solltest du ihr unbedingt ein Plätzchen reservieren.
Bodenkur und Wildbienen-Buffet: Die Ackerbohne liefert Stickstoff und Vital-Pollen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Ackerbohne eine unverzichtbare Futterquelle für mehrere Wildbienenarten. Besonders häufig lassen sich die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) an den großen Blüten beobachten. Auch die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) nutzt das reiche Pollenangebot intensiv. Ein spannender Gast ist die Gewöhnliche Blutbiene (Sphecodes monilicornis), die als Kuckucksbiene (eine Biene, die ihre Eier in die Nester anderer Bienen legt) indirekt von den stabilen Beständen ihrer Wirtsbienen an der Ackerbohne profitiert. Da die Blüte bereits im März beginnt, schließt sie eine wichtige Nahrungslücke im zeitigen Frühjahr.
Die Ackerbohne ist als nicht kindersicher eingestuft. Rohe Pflanzenteile und Samen enthalten Inhaltsstoffe, die bei Verzehr gesundheitsschädlich sein können. Besonders Personen mit einem spezifischen Enzymmangel (Favismus) müssen den Kontakt und Verzehr meiden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.78 m
Wähle für die Ackerbohne einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten aus.
Die Aussaat erfolgt idealerweise im zeitigen Frühjahr von März bis Mai, sobald der Boden bearbeitbar ist.
Da sie ein Dunkelkeimer (Samen, die zum Keimen Dunkelheit benötigen) ist, setzt du die Samen etwa 5 bis 8 Zentimeter tief in die Erde.
Eine zweite Pflanzzeit ist im Herbst von September bis November möglich, solange kein Bodenfrost herrscht.
Sie kommt hervorragend ohne zusätzlichen Dünger aus, da sie in Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil) mit Knöllchenbakterien lebt, die Stickstoff aus der Luft binden.
Achte darauf, die Erde während der Blütezeit zwischen März und Juni gleichmäßig feucht zu halten.
Die Pflanze ist nicht kindersicher, weshalb sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern stehen sollte.
Nach der Blüte kannst du die Pflanzen bodennah abschneiden, aber die Wurzeln im Boden lassen, um den Stickstoff für andere Gewächse zu speichern.
Gute Partnerin: Die Kornblume (Centaurea cyanus) - beide Arten teilen sich gerne den Lebensraum am Feldrand und fördern gemeinsam die Vielfalt der Bestäuber.
Die Ackerbohne (Vicia faba) gehört zur Gattung der Wicken und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz fest etabliert. Als einjährige Pflanze zeichnet sie sich durch einen kräftigen, unverzweigten Wuchs aus, der ohne Ranken auskommt. Die Pflanze erreicht beachtliche Höhen und bildet tiefgehende Pfahlwurzeln (eine senkrecht nach unten wachsende Hauptwurzel) aus. Ihre taxonomische Einordnung zeigt die enge Verwandtschaft zu anderen Hülsenfrüchtlern, was sie zu einem wertvollen Bestandteil ökologischer Fruchtfolgen macht.
74 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →