Bild folgtKI-generierte IllustrationInula helenium
Auch bekannt als: Glockenwurz, Helenenkraut, Schlangenkraut, Alant, Edelwurz, Darmwurz, Brustalant, Darmkraut, Altkraut, Odinskopf
34
Arten
interagieren
41
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Echten Alant einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen bis zu zwei Meter hohen Stängeln und den großen, gelben Blütenköpfen, die an kleine Sonnenblumen mit sehr schmalen Strahlenblüten erinnern, dominiert er jeden Standort. Für deinen Naturgarten ist er ein echter Gewinn, da er als wichtige Tankstelle für spezialisierte Insekten wie die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) dient. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) schätzen das reiche Angebot. Wenn du eine stattliche Pflanze suchst, die Struktur gibt und ordentlich Leben in den Garten bringt, machst du mit dem Alant alles richtig.
Zweimeterhoher Insektenmagnet: Die gelbe Spätsommersonne für Wildbienen.
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Der Echte Alant ist ein wahrer Magnet für Bestäuber. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird er besonders gerne von der Gewöhnlichen Bindensandbiene (Halictus tumulorum) angeflogen. Auch Tagfalter wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen ihn als Energiequelle. Interessant ist der Besuch von Kuckuckshummeln, wie der Westlichen Kuckuckshummel, die als Kuckucksparasiten bei anderen Hummelarten leben. Im Winter dienen die verblühten Köpfe als wertvolle Futterquelle für Vögel, die die Samen aus den Korbblüten picken.
Achtung bei Haushalten mit kleinen Kindern: Der Echte Alant gilt als nicht kindersicher. Die Pflanze enthält Stoffe, die bei empfindlichen Personen eine Kontaktallergie (Hautrötungen bei Berührung) auslösen können. Ein Verzehr größerer Mengen kann zudem zu Übelkeit führen, weshalb er eher im Hintergrund des Gartens seinen Platz finden sollte.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.37 m
Damit der Alant prächtig gedeiht, solltest du ihm einen vollsonnigen Platz gönnen.
Standort: Er benötigt frischen Boden, was in der Gärtnersprache bedeutet, dass die Erde mäßig feucht sein sollte und nie ganz austrocknen darf.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) reicht ihm normaler, tiefer Gartenboden völlig aus.
Pflanzzeit: Du kannst ihn am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November setzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da er sehr hoch wird, braucht er Platz – plane etwa einen Quadratmeter pro Pflanze ein. Ein Rückschnitt erfolgt erst im Spätwinter, damit Insekten in den hohlen Stängeln überwintern können.
Vermehrung: Er lässt sich gut durch Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr vermehren.
Kombination: Eine gute Partnerin ist der Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum) – beide teilen die Vorliebe für frische Böden und ergänzen sich hervorragend in ihrer imposanten Wuchsform.
Der Echte Alant (Inula helenium) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als fest etablierter Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) weit verbreitet. Er wächst bevorzugt an feuchten Waldrändern oder auf Uferwiesen. Charakteristisch sind seine wechselständigen, unterseits filzig behaarten Blätter, die am Grund herzförmig den Stängel umschließen. Er bildet eine Symbiose mit Mykorrhiza (nützliche Bodenpilze, die den Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme helfen), genauer der AM-Form (Arbuskuläre Mykorrhiza).
2 Videos zu Echter Alant


33 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →