
Arctium lappa
Auch bekannt als: grande bardane, Grosse Klette
64
Arten
interagieren
207
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Große Klette (Arctium lappa) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren imposanten, herzförmigen Blättern und den purpurfarbenen, kugeligen Blütenköpfen ist sie eine markante Erscheinung im Garten. Für den Naturschutz ist sie ein wertvoller Baustein, da sie spezialisierten Insekten wie der Westlichen Kuckuckshummel eine wichtige Lebensgrundlage bietet. Auch die Blattwespe (Tenthredo mesomela) gehört zu ihren regelmäßigen Gästen. Wenn du in deinem Garten eine Ecke mit nährstoffreichem Boden hast, kannst du diese wehrhafte Schönheit wunderbar gewähren lassen. Du wirst sehen, wie viel Leben sie anzieht.
Imposanter Insektenmagnet: Die Große Klette bietet Nahrung bis in den Winter.
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Die Große Klette ist nach aktuellen Bestäubungsdaten eine wertvolle Nahrungsquelle für verschiedene Hautflügler. Zu den Besuchern zählen insbesondere die Westliche Kuckuckshummel sowie weitere Kuckuckshummeln, die auf das reiche Nektarangebot angewiesen sind. Auch die Blattwespe (Tenthredo mesomela) und verschiedene Punktkäfer nutzen die Blüten intensiv. Im Winter bietet die Pflanze einen weiteren ökologischen Nutzen: Ihre Samenstände bleiben oft bis in das nächste Jahr stehen und dienen Vögeln wie dem Distelfink als wichtige Energiequelle in der kalten Jahreszeit.
Die Große Klette ist nicht giftig, wird jedoch als nicht kindersicher eingestuft. Grund dafür sind die Widerhaken der Blütenköpfe, die sich leicht in Haaren und Kleidung verhaken und bei direktem Hautkontakt mechanische Reizungen verursachen können. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der großen Blätter und typischen Blüten nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.35 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Die Klette ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt einen fetten, nährstoffreichen Untergrund.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe ist zu vermeiden.
Pflanzzeit: Du kannst sie von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen, solange der Boden offen ist.
Wuchs: Beachte, dass sie als zweijährige Pflanze im ersten Jahr nur eine Blattrosette bildet und erst im zweiten Jahr hoch aufschießt.
Pflege: Sie benötigt kaum Unterstützung, profitiert aber von einer Gabe Kompost im Frühjahr.
Symbiose: Sie geht eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza, eine Form der Wurzel-Pilz-Symbiose) ein, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
Vermehrung: Die Pflanze sät sich über ihre Kletten meist selbst aus.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Wegwarte (Cichorium intybus). Beide teilen ähnliche Ansprüche an sonnige Standorte und nährstoffreiche Böden und bilden ein schönes ökologisches Duo an Gartenrändern.
Die Große Klette gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie indigen (einheimisch) oder gilt als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde). Sie besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (unbebautes Ödland), Waldränder und frische Uferbereiche. Charakteristisch sind die Blütenhüllblätter, die in kleinen Widerhaken enden und so die Fernausbreitung über das Fell von Tieren sicherstellen.
1 Video zu Große Klette

48 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
13 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_451018533
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →