Bild folgtKI-generierte IllustrationVaccinium microcarpum
Auch bekannt als: Kleinfrüchtige Moosbeere
10
Arten
interagieren
18
Interaktionen
dokumentiert
An ihren winzigen, fadenförmigen Trieben und den charakteristisch zurückgeschlagenen Blütenblättern lässt sich die Kleinfrüchtige Moosbeere (Vaccinium microcarpum) sofort erkennen. Dieser zierliche Zwergstrauch ist ein wertvoller Spezialist für extrem feuchte, nährstoffarme Stellen in deinem Garten. Besonders Hummelarten wie die Waldhummel (Bombus sylvarum) oder die Baumhummel (Bombus hypnorum) profitieren von den filigranen Blüten. Wenn du eine feuchte Senke oder einen Moorkübel gestaltest, schaffst du eine wichtige ökologische Nische für spezialisierte Bestäuber. Mit dieser Art holst du dir ein Stück unberührte Moorlandschaft direkt in den eigenen Garten. Probiere es einfach aus, wenn du einen dauerhaft nassen Standort bieten kannst.
Spezialistin für nasse Ecken: Ein Paradies für die seltene Waldhummel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Hummelarten. Besonders die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Baumhummel (Bombus hypnorum) steuern die kleinen Blüten gezielt an. Auch die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) und die Wiesenhummel (Bombus pratorum) finden hier wertvolle Nahrung in einem spezialisierten Lebensraum. Da die Art auf sehr magere Standorte angewiesen ist, besetzt sie eine ökologische Nische, die in intensiv gepflegten Gärten oft fehlt. Zudem werden Kuckuckhummeln (Hummeln, die ihre Eier in die Nester anderer Hummelarten legen) im Umfeld dieser Bestände beobachtet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.16 m
Wähle für die Kleinfrüchtige Moosbeere einen vollsonnigen Standort aus.
Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein, da die Pflanze keine Trockenheit verträgt.
Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen sehr mageren Boden.
Achte auf ein saures Milieu am Standort, idealerweise in einem Moorkübel oder einer Sumpfzone.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Eine Düngung ist nicht erforderlich und würde der Pflanze an ihrem Naturstandort schaden.
Gieße ausschließlich mit kalkfreiem Regenwasser, um die Bodenbeschaffenheit nicht zu verändern.
Die Vermehrung erfolgt am besten über bewurzelte Ausläufer im Frühjahr.
Da die Pflanze kriechend wächst, benötigt sie wenig Platz in der Höhe, aber Raum zum Ausbreiten.
Gute Partnerin: Die Rosmarinheide (Andromeda polifolia) – beide teilen die Vorliebe für nasse, saure Standorte und bilden gemeinsam einen dichten, ökologisch wertvollen Teppich.
Die Kleinfrüchtige Moosbeere (Vaccinium microcarpum) ist ein in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimischer Zwergstrauch. Sie besiedelt bevorzugt sonnige und extrem feuchte Standorte, wie sie für intakte Moorlandschaften typisch sind. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre kriechende Wuchsform und die Bindung an magere, also nährstoffarme Böden aus. Eine morphologische Besonderheit ist die Mykorrhiza (ERM), eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln, die der Pflanze hilft, unter kargen Bedingungen lebensnotwendige Nährstoffe aufzunehmen.
1 Video zu Kleinfrüchtige Moosbeere

10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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