Bild folgtKI-generierte IllustrationErica tetralix
Auch bekannt als: Moor-Glockenheide, Torfheide, Suerheid, Forchheide, Frühlingsheide, Sumpfheide, bruyère quaternée, Echte Glockenheide, Doppheide
83
Arten
interagieren
283
Interaktionen
dokumentiert
16
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren nickenden, kugeligen Blüten in zartem Rosa lässt sich die Glocken-Heide (Erica tetralix) sofort erkennen. Du holst dir damit eine Spezialistin für feuchte Standorte in den Garten, die auf der Rote Liste V (Vorwarnliste für Arten, deren Bestände merklich zurückgehen) steht. Besonders wertvoll ist sie als Raupenfutter für den Heide-Gelbspanner (Gnophos obfuscata) und als Nektarquelle für den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas). Wenn du eine feuchte Ecke mit magerem Boden hast, zeigst du mit dieser Wahl echtes Gespür für seltene Lebensräume. Schau doch mal genau hin, ob du die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) an den Blüten entdeckst.
Nektarquelle für die Rotbeinige Furchenbiene auf feuchten Standorten.
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Diese Heideart bietet spezialisierten Insekten eine wichtige Lebensgrundlage. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und der Heller Erdhummel-Komplex (Bombus terrestris agg.) die Blüten von Mai bis Juli. Auch die Rübsenblattwespe (Athalia rosae) ist ein regelmäßiger Gast. Als Raupenfutterpflanze ist sie unersetzlich für den Heide-Gelbspanner (Gnophos obfuscata) und die Art Entephria caesiata. Zudem dient sie dem Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) als wichtige Nektarquelle in feuchten Lebensräumen. Im Winter können die verbleibenden Samen als Nahrung für Vögel dienen.
Die Glocken-Heide (Erica tetralix) wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schwere Giftigkeit bekannt ist, sollten Kinder und Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslung mit giftigen Arten ist aufgrund der markanten Glockenblüten und der nadelartigen Blätter im Garten für dich kaum möglich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Pflanzenhöhe
0.33 m
Für die Glocken-Heide ist der richtige Standort entscheidend: Sie benötigt volle Sonne und einen dauerhaft feuchten Untergrund. Da sie ein Schwachzehrer (Pflanze, die mit sehr wenigen Nährstoffen auskommt) ist, solltest du den Boden keinesfalls düngen. Ideal ist ein kalkfreier, eher saurer Boden.
Pflanzzeit: Die beste Zeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Achte darauf, dass der Wurzelballen niemals ganz austrocknet, besonders in trockenen Sommern.
Vermehrung: Eine Vermehrung ist über Stecklinge im Spätsommer möglich.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist das Blaue Pfeifengras (Molinia caerulea). Beide teilen die Vorliebe für feuchte, magere Bedingungen und bilden zusammen eine natürliche Pflanzengesellschaft, wie man sie in heimischen Heiden findet.
Die Glocken-Heide (Erica tetralix) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (heimisch). Sie besiedelt natürlicherweise Moore und Feuchtheiden. Du erkennst sie an den quirlständigen Blättern (vier Blätter entspringen auf derselben Ebene dem Stängel) und den drüsigen Haaren, die die Pflanze oft etwas klebrig erscheinen lassen. Ihr Wuchs ist zwergstrauchartig und erreicht meist Höhen von 20 bis 50 Zentimetern.
3 Videos zu Glocken-Heide



62 Arten interagieren mit dieser Pflanze
16 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →