Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix fragilis agg.
Artengruppe
66
Arten
interagieren
72
Interaktionen
dokumentiert
6
Wirtsbeziehungen
Arten
Die Bruch-Weide erkennst du an ihren glänzenden, lang-lanzettlichen Blättern und den charakteristischen Zweigen, die an der Basis sehr leicht mit einem hörbaren Knacken abbrechen. In deinem Naturgarten ist sie eine der wertvollsten frühen Futterquellen, da sie bereits im zeitigen Frühjahr Nektar und Pollen liefert. Davon profitieren besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae). Sie ist ein robuster Lebensraumspender für spezialisierte Insekten. Wenn du ein ausreichend großes, feuchtes Grundstück hast, holst du dir mit ihr ein echtes Stück ursprünglicher Flusslandschaft in den Garten.
Erste Hilfe im Frühling: Lebenswichtige Weidenkätzchen für hungrige Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Bruch-Weide ein Magnet für spezialisierte Wildbienen. Die Atlantische Sandbiene (Andrena clarkella) und die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) nutzen sie als lebenswichtige erste Nahrungsquelle im Jahr. Auch die Wiesen-Wespenbiene (Nomada lathburiana) ist hier regelmäßig zu Gast. Für Schmetterlinge wie den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) bietet sie wertvollen Nektar nach dem Erwachen aus der Winterstarre. Zudem dient sie dem Ringelspinner (Eriogaster lanestris) als wichtige Futterpflanze für seine Raupen. Da sie früh im Jahr blüht, schließt sie eine gefährliche Versorgungslücke im Naturhaushalt.
Die Bruch-Weide wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an der namensgebenden Eigenschaft der Zweige, die sehr leicht abbrechen und bei Sturm herabfallen können. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, doch die Bruchanfälligkeit sollte bei der Standortwahl in der Nähe von Spielbereichen berücksichtigt werden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
14.95 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten mit ausreichend Platz zur Entfaltung.
Boden: Die Weide benötigt feuchten Boden und zählt zu den Mittelzehrern (Pflanzen mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf).
Feuchte: Ein Standort in Teichnähe oder an einer feuchten Senke ist ideal.
Pflanzzeit: Setze junge Bäume am besten von März bis Mai oder zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Die Bruch-Weide ist sehr schnittverträglich und kann bei Bedarf eingekürzt werden.
Vermehrung: Das einfache Stecken von Zweigen in die feuchte Erde gelingt meist problemlos.
Beachte den Platzbedarf: Als ausgewachsener Baum braucht sie viel Raum.
Vorsicht bei Leitungen: Die Wurzeln suchen aktiv nach Wasserquellen.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) – beide teilen die Vorliebe für nasse Standorte und bilden gemeinsam ein naturnahes Uferbiotop.
Die Bruch-Weide (Salix fragilis agg.) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist in ganz Mitteleuropa heimisch. In der Natur findest du sie vor allem in Auenwäldern oder an Ufern fließender Gewässer auf feuchten Böden. Sie wächst meist als stattlicher Baum oder mehrstämmiger Strauch und bildet eine weite, oft etwas unregelmäßige Krone aus. Ein besonderes Merkmal ist die EM-Mykorrhiza (Ektomykorrhiza), eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilzwurzeln und dem Baum, die den Nährstoffaustausch im Boden fördert.
3 Videos zu Bruch-Weide (Artengruppe)



55 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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