Bild folgtKI-generierte IllustrationStachys officinalis
Auch bekannt als: Stachys officinalis
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Arten
interagieren
231
Interaktionen
dokumentiert
An ihren dichten, ährenförmigen Blütenständen in sattem Purpurrosa lässt sich der Heil-Ziest (Stachys officinalis) sofort erkennen. Diese Staude ist ein echter Gewinn für deinen Garten, da sie über viele Monate hinweg eine verlässliche Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten bietet. Besonders seltene Gäste wie der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder die Wald-Pelzbiene (Anthophora furcata) profitieren von dem reichen Angebot. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück lebendige Wiesentradition direkt ans Haus. Du wirst staunen, wie viel Leben sich an den aufrechten Stängeln tummelt, wenn du ihr einen Platz in deinem Beet gönnst. Ein idealer Begleiter für alle, die Wert auf Beständigkeit und Artenschutz legen.
Purpurrote Blütenträume für Wald-Pelzbienen von April bis September.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Heil-Ziest eine erstklassige Tankstelle für verschiedene Fluginsekten. Besonders Tagfalter wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und der gefährdete Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) nutzen die Blüten intensiv als Energiequelle. Auch Wildbienen wie die Wald-Pelzbiene (Anthophora furcata) und die weit verbreitete Erdhummel (Bombus terrestris) fliegen die Pflanze regelmäßig an. Da die Blütezeit von April bis September reicht, schließt sie kritische Lücken im Nahrungsangebot über fast das gesamte Halbjahr. Sogar der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) gehört zu den regelmäßigen Gästen an dieser ökologisch wertvollen Staude.
Bitte beachte, dass der Heil-Ziest als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn er historisch als Heilpflanze bekannt ist, sollte er im Familiengarten mit Umsicht gepflanzt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der typischen runzeligen Blattstruktur und der speziellen Blütenform kaum. Dennoch empfiehlt es sich, Kleinkinder beim Entdecken der Natur im Garten stets im Auge zu behalten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.32 m
Standort: Wähle einen sonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (kommt mit wenig Nährstoffen aus) und bevorzugt mageren Boden.
Feuchtigkeit: Der Untergrund sollte frisch sein, was in der Fachsprache eine mäßige, aber stete Feuchtigkeit ohne Staunässe bedeutet.
Pflanzzeit: Setze den Ziest am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein Düngen ist nicht erforderlich, da zu viele Nährstoffe die Standfestigkeit der Stängel mindern können.
Vermehrung: Du kannst den Wurzelstock im zeitigen Frühjahr unkompliziert teilen.
Winterschnitt: Lass die verblühten Stände über den Winter stehen, um Insekten einen geschützten Ort zur Überwinterung zu bieten.
Kombinationsempfehlung: Eine wunderbare Partnerin ist die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare). Beide teilen die Vorliebe für sonnige, nicht zu fette Standorte und ergänzen sich optisch durch den Kontrast von Weiß und Purpur perfekt.
Der Heil-Ziest gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. In der Natur besiedelt er vorzugsweise magere Wiesen und lichte Waldränder auf frischen Böden. Du erkennst die Art an ihren kreuzgegenständigen (jeweils um 90 Grad versetzt gegenüberstehenden) Blättern, die eine deutlich runzelige Oberfläche und einen gekerbten Rand aufweisen. Der Wuchs ist horstig, was bedeutet, dass die Pflanze kompakte Büschel bildet und nicht durch Ausläufer im Garten wuchert. Die Blüten sitzen in scheinquirligen Abständen, also kranzartig angeordnet, am oberen Ende der markanten, vierkantigen Stängel.
1 Video zu Heil-Ziest

38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →