Bild folgtKI-generierte IllustrationOnopordum acanthium
Auch bekannt als: Krampfdistel, Wolldistel, Krebsdistel, Gemeine Eselsdistel, Eselsdistel
35
Arten
interagieren
73
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrer stattlichen Statur von bis zu zwei Metern und der weißfilzigen Behaarung an Stängeln und Blättern lässt sich die Gewöhnliche Eselsdistel (Onopordum acanthium) sofort erkennen. Diese imposante Erscheinung ist ein wertvoller Magnet für prächtige Insekten wie den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) oder das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum). In deinem Naturgarten setzt sie vertikale Akzente und bietet Nahrung, wo andere Pflanzen im Hochsommer längst aufgeben. Da sie kaum Pflege benötigt und mit Trockenheit bestens zurechtkommt, ist sie die ideale Wahl für sonnige Plätze. Wenn du eine beeindruckende Wildpflanze mit echtem Charakter suchst, wirst du an ihr viel Freude haben.
Silberner Riese: Ein zwei Meter hohes Buffet für Schwalbenschwanz und Wildbienen.
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Die Gewöhnliche Eselsdistel ist eine erstklassige Tankstelle für Insekten mit langen Rüsseln. Nach aktuellen Bestäubungsdaten nutzen das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) und der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) die nektarreichen Blüten intensiv. Auch die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) gehört zu den regelmäßigen Besuchern. Neben Bestäubern nutzt die Frühe Heidelibelle (Sympetrum meridionale) die hohen Stängel oft als Ansitzwarte für die Jagd. Käfer wie der Schmalbock (Lepturinae) finden sich ebenfalls auf den Blüten ein. Im Winter sind die stehengelassenen Samenstände eine lebenswichtige Energiequelle für viele heimische Vogelarten.
Die Gewöhnliche Eselsdistel ist nicht kindersicher. Aufgrund ihrer kräftigen und sehr spitzen Dornen an Stängeln und Blättern besteht eine erhebliche Verletzungsgefahr bei Berührung. Die Pflanze selbst ist ungiftig und es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, dennoch sollte sie mit ausreichend Abstand zu Gartenwegen platziert werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.95 m
Wähle für diese beeindruckende Distel den sonnigsten Platz in deinem Garten aus. Sie ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt daher einen nährstoffreichen, 'fetten' Boden, der jedoch unbedingt trocken und gut durchlässig sein sollte.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist.
Boden: Ideal ist tiefgründige Erde, damit die Pfahlwurzel gut wachsen kann.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert die Selbstaussaat, nimmt aber den Vögeln die Wintermahlzeit.
Vermehrung: Die Pflanze ist zweijährig und sät sich an zusagenden Standorten meist von selbst wieder aus.
Standort: Staunässe muss zwingend vermieden werden.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus). Beide teilen die Vorliebe für sonnige Standorte auf nährstoffreichen Böden und ergänzen sich optisch durch das Zusammenspiel von Violett und leuchtendem Blau.
Die Gewöhnliche Eselsdistel gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und wird als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Ihr typischer Lebensraum sind sonnige Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen). Morphologisch besticht sie durch ihre breiten, dornig gezähnten Flügelränder an den Stängeln und die kugeligen, violetten Blütenstände, die von stacheligen Hüllblättern umgeben sind.
27 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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