Bild folgtKI-generierte IllustrationMacrothylacia rubi (Linnaeus, 1758)
36
Pflanzen
besucht
46
Interaktionen
dokumentiert
31
Wirtspflanzen
bekannt
Wer den Brombeerspinner einmal beobachtet hat, vergisst ihn nicht: Schon im März fallen die großen, bis zu acht Zentimeter langen und dicht behaarten Raupen auf, die sich auf sonnigen Steinen oder Wegen im Garten aufwärmen. Die Art ist univoltin (bildet nur eine Generation pro Jahr aus). Während die erwachsenen Falter zimtbraun und kräftig gebaut sind, fressen die Raupen an einer Vielzahl heimischer Pflanzen. Wichtig zu wissen ist, dass die Falter selbst keine Nahrung aufnehmen, da ihre Mundwerkzeuge verkümmert sind; sie leben rein von den Reserven aus ihrer Raupenzeit. Im zeitigen Frühjahr nutzen die überwinterten Larven vor ihrer Verpuppung Pflanzen wie das Kriechende Fingerkraut (Potentilla reptans) oder den Echten Vogelknöterich (Polygonum aviculare). Über den Sommer entwickeln sich die neuen Raupen an Arten wie dem Echten Mädesüß (Filipendula ulmaria) oder dem Garten-Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis). Die Überwinterung erfolgt als fast ausgewachsene Raupe am Boden in der Krautschicht (bodennahe Vegetation). Du kannst den Brombeerspinner fördern, indem du 'wilde Ecken' mit der Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense) stehen lässt und im Herbst das Falllaub unter Sträuchern als Winterquartier liegen lässt.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die Haare der Raupen können bei Berührung Hautreizungen auslösen, weshalb du sie besser nur aus der Nähe beobachtest, statt sie anzufassen. Der Brombeerspinner ist völlig harmlos und ein wertvoller Teil der lokalen Biodiversität. Er steht zwar nicht unter strengem Artenschutz, profitiert aber massiv von einer giftfreien Gartenbewirtschaftung.
Der Brombeerspinner (Macrothylacia rubi) gehört zur Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera) und zur Familie der Glucken (Lasiocampidae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Heideflächen, Moore und naturnahe Gärten. Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von etwa 40 bis 70 Millimetern und zeigen eine typische zimtbraune bis graubraune Färbung mit zwei hellen Querlinien auf den Vorderflügeln. Während die Männchen am Tag im schnellen Zickzackflug nach Partnerinnen suchen, sind die schwerfälligeren Weibchen erst in der Dämmerung aktiv.
31 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
5 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →