Bild folgtKI-generierte IllustrationVespula vulgaris (Linnaeus, 1758)
56
Pflanzen
besucht
262
Interaktionen
dokumentiert
Im zeitigen Frühjahr (Februar bis April) hat die frisch erwachte Wespenkönigin vor allem ein Ziel: Energie tanken, um mit dem kräftezehrenden Nestbau und der Eiablage beginnen zu können. Da sie zu diesem Zeitpunkt noch keine Larven hat, die sie mit Zucker belohnen (Trophallaxis), ist sie auf externe, rein flüssige Energiequellen angewiesen. Die wichtigsten Energiequellen im Frühjahr: Nektar von Frühblühern — sie besucht Pflanzen, die bereits im zeitigen Frühjahr blühen. Besonders wichtig sind dabei Weidenkätzchen (Sal-Weide), die reich an Nektar und Pollen sind. Auch andere Frühblüher wie Schlüsselblumen, Lungenkraut oder Krokusse werden genutzt. Baumsäfte — an sonnigen Tagen lecken Königinnen an „blutenden“ Bäumen (z. B. Ahorn, Birke oder Eiche), bei denen zuckerhaltiger Saft aus Rissen oder Verletzungen austritt. Honigtau — falls bereits erste Blattläuse aktiv sind, nutzen sie deren süße Ausscheidungen. Obwohl die Larven später mit tierischem Eiweiß gefüttert werden, frisst die Königin selbst im Frühjahr keine Insekten. Ihr Verdauungstrakt und ihre schmale Wespentaille sind auf flüssige Kohlenhydrate ausgelegt. Erst wenn die ersten Larven geschlüpft sind, beginnt sie mit der Jagd auf Fliegen oder Raupen – allerdings nur, um diese zu zerkauen und an ihren Nachwuchs zu verfüttern.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Diese Wespe steht unter allgemeinem Naturschutz und darf nicht ohne vernünftigen Grund getötet werden. Sie verhält sich grundsätzlich friedlich, verteidigt aber ihr Nest bei Störungen, weshalb ein respektvoller Abstand nötig ist. Eine fachgerechte Umsiedlung durch Experten kostet meist zwischen 100 und 250 Euro.
Die Gemeine Wespe gehört zur Familie der Faltenwespen (Vespidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und lebt eusozial (in einem Staat mit Arbeitsteilung). Man erkennt sie an der typischen gelb-schwarzen Musterung und einer Körperlänge von etwa 11 bis 14 Millimetern bei den Arbeiterinnen. Von ähnlichen Arten lässt sie sich primär durch die spezifische Ankerzeichnung auf der Stirnplatte unterscheiden.
56 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →