Bild folgtKI-generierte IllustrationOsmia cornuta (Latreille, 1805)
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Du erkennst die Gehörnte Mauerbiene an ihrem auffällig rostrot behaarten Hinterleib und dem tiefschwarzen Vorderkörper, was ihr ein hummelartiges Aussehen verleiht. Auffällig sind bei den Weibchen zudem zwei kleine Hörner am Kopfschild, die der Art ihren Namen gaben. Es gibt pro Jahr nur eine einzige Generation, die bereits sehr früh im März und April aktiv ist. In deinem Garten besucht sie im zeitigen Frühjahr gezielt heimische Pflanzen wie den Frühlings-Krokus (Crocus vernus), das März-Veilchen (Viola odorata) und das Knöllchen-Scharbockskraut (Ficaria verna). Auch an Gehölzen wie der Schlehe (Prunus spinosa) und der Zwetschge (Prunus domestica) kannst du sie beim Sammeln beobachten. Die Larve ernährt sich im Nest von einem Vorrat aus Pollen und Nektar, den das Weibchen für jedes einzelne Ei mühsam zusammenträgt. Da die Art bereits Ende April ihre Flugzeit beendet, finden im Sommer und Herbst keine Aktivitäten mehr statt. Das Tier überwintert als fertiges Insekt in seinem Kokon innerhalb der Brutröhre, um im nächsten Vorfrühling sofort startbereit zu sein. Du kannst diese nützliche Biene fördern, indem du heimische Frühblüher wie den Bär-Lauch (Allium ursinum) pflanzt und sonnige Nisthilfen mit Bohrungen von 8 bis 9 Millimetern Durchmesser anbietest.
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Diese Wildbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbesucher, der sich primär auf die Bestäubung konzentriert. Wie alle heimischen Wildbienen steht sie unter allgemeinem Artenschutz; ein Anfassen oder Umsiedeln ist daher nicht gestattet. Ihr Stich ist äußerst selten und tritt nur bei direkter Lebensgefahr für das Tier auf.
Die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) gehört zur Familie der Bauchsammlerbienen (Megachilidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt den menschlichen Siedlungsraum sowie Waldränder. Charakteristisch ist die dichte, zweifarbige Behaarung aus schwarzem Thorax (Brustabschnitt) und rotem Abdomen (Hinterleib). Als solitäre (einzeln lebende) Art baut sie ihre Nester ohne Staatshilfe in vorhandenen Hohlräumen wie Fraßgängen in Holz oder Mauerritzen.
1 Video zu Gehörnte Mauerbiene

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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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