
Crocus tommasinianus
Auch bekannt als: Elfen-Krokus, Tommasini-Krokus, Elfenkrokus
4
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Tommasinis Krokus (Crocus tommasinianus) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er besticht durch seine schlanken, zart lila bis silbrig-violetten Blütenkelche, die sich bei Sonne weit öffnen. In deinem Naturgarten ist er ein unverzichtbarer Frühstarter, da er bereits ab Februar eine wichtige Energiequelle bietet. Besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Erdhummel (Bombus terrestris) sind auf diesen frühen Nektar angewiesen. Er verwildert zudem wunderbar und bildet mit der Zeit dichte Blütenteppiche. Wenn du im Vorfrühling Leben in deinem Garten sehen möchtest, liegst du mit dieser Art genau richtig.
Frühstück für Hummeln: Der lila Teppich, der ab Februar den Garten belebt.
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Als eine der ersten Nahrungsquellen im Jahr ist dieser Krokus von unschätzbarem Wert für die heimische Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen besonders die Honigbiene (Apis mellifera) und die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) auf die Blüten, um nach dem Winter erste Vorräte zu sammeln. Auch die Erdhummel (Bombus terrestris) und die Baumhummel (Bombus hypnorum) nutzen das Angebot an Pollen und Nektar intensiv. Da er bereits im Februar und März blüht, überbrückt er die kritische Zeit, in der nur wenige andere Pflanzen Nahrung bieten. Er trägt so maßgeblich zum Überleben der ersten Hummelköniginnen bei.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft, da alle Teile, insbesondere die Knollen, bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Achte beim Pflanzen darauf, dass keine Verwechslung mit der im Herbst blühenden, stark giftigen Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) stattfindet, deren Blätter im Frühjahr ähnlich erscheinen können, aber deutlich größer und kräftiger sind.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Feb – Mär
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Standort : Er bevorzugt den Halbschatten, etwa unter laubabwerfenden Sträuchern, wo er vor dem Blattaustrieb der Gehölze viel Licht bekommt.
Boden : Ein frischer (mäßig feuchter) und normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal.
Pflanzzeit : Setze die Knollen entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege : Lass das Laub nach der Blüte unbedingt gelb werden und von selbst einziehen. Nur so kann die Knolle Kraft für das nächste Jahr speichern.
Vermehrung : Er breitet sich durch Selbstaussaat und Tochterknollen fast von alleine aus und bildet große Bestände.
Kombination : Eine wunderbare Partnerin ist das Buschwindröschen (Anemone nemorosa). Beide teilen den Lebensraum am Gehölzrand und ergänzen sich in ihrer frühen Blütezeit, was die Nahrungssicherung für Insekten stabilisiert.
Der Tommasinis Krokus (Crocus tommasinianus) gehört zur Gattung der Krokusse und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als etablierter Neophyt (eine Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) weit verbreitet. Er wächst aus einer kleinen Knolle und zeigt die typischen schmalen Blätter mit dem hellen Mittelstreifen. Als Mykorrhiza-Partner geht er eine Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) ein, die ihm bei der Nährstoffaufnahme aus dem Boden helfen. Er besiedelt bevorzugt lichte Standorte im Halbschatten von Gehölzen.
2 Videos zu Tommasinis Krokus


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4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_430962119
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →