Bild folgtKI-generierte IllustrationBuglossoides purpurocaerulea
Auch bekannt als: Purpurblauer Steinsame, Blauer Steinsame, Blauroter Steinsame, Blaurote Rindszunge
7
Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Purpurblaue Rindszunge (Buglossoides purpurocaerulea) durch ihren faszinierenden Farbwechsel: Die Bluetenknospen leuchten zunaechst purpurrot, bevor sie sich beim Aufbluehen in ein tiefes Enzianblau verwandeln. Als heimischer Wildkraut-Spezialist fuer warme Halbschattenlagen ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie bereits ab April Nahrung fuer die Wiesenhummel (Bombus pratorum) und die seltene Hosenbiene bietet. Mit ihren bogigen Trieben bildet sie dichte Teppiche und schuetzt so den Boden. Wenn du einen trockenen Platz unter Baeumen hast, den du ökologisch aufwerten willst, ist sie die ideale Wahl fuer dich.
Magischer Farbwechsel im Halbschatten: Die blau-rote Tankstelle fuer Hummeln.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten profitieren vor allem Hummeln von der Purpurblauen Rindszunge. Besonders die Steinhummel (Bombus lapidarius), die Ackerhummel (Bombus pascuorum) und die Wiesenhummel (Bombus pratorum) nutzen das reiche Nektarangebot der tiefen Bluetenroehren. Auch fuer die Hosenbiene stellt die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle dar. Da sie als Mykorrhizapflanze eng mit dem Bodenpilz-Netzwerk verwoben ist, foerdert sie die Stabilitaet des Boden-Oekosystems. Im Winter bieten die verholzten Klausen (Zerfallfruechte) Nahrung fuer kleine Saeugetiere und Voegel.
Die Purpurblaue Rindszunge ist nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Wie viele Raublattgewächse (Boraginaceae) enthaelt sie Stoffe, die bei Verzehr unvertraeglich sind. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, da die Kombination aus Farbwechsel und lanzettlichen, rauen Blaettern einzigartig ist.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.44 m
Suche der Pflanze einen warmen, halbschattigen Standort, idealerweise unter lichten Gehoelzen.
Der Boden sollte kalkhaltig, durchlaessig und eher trocken sein, da sie an Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) angepasst ist.
Pflanzzeit ist im Fruehjahr von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Da sie eine Symbiose mit AM (Arbuskulaere Mykorrhiza-Pilze zur Naehrstoffaufnahme) eingeht, ist Duengung kaum erforderlich.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert ueber ihre Auslaeufer (kriechende Seitentriebe), die bei Bodenkontakt neue Wurzeln bilden.
Ein Rueckschnitt ist nicht notwendig, die vertrockneten Triebe schuetzen die Pflanze im Winter.
Wische beim Unkrautjaeten nicht alles weg, damit sich die Teppichstruktur entwickeln kann.
Gute Partnerin: Die Echte Schluesselblume (Primula veris) – beide teilen die Vorliebe fuer kalkhaltige Boeden und ergaenzen sich wunderbar in der fruehen Bluetezeit.
Die Purpurblaue Rindszunge (Buglossoides purpurocaerulea) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Sie ist in Deutschland und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie lichte Laubmischwaelder. Die Pflanze ist ein Archäophyt (vor 1492 eingewandert) und zeichnet sich durch ihre behaarten Blaetter und die charakteristischen, am Boden wurzelnden Auslaeufer aus. In der bundesweiten Roten Liste wird sie auf der Vorwarnliste (V) gefuehrt, was ihre Bedeutung fuer den Artenschutz unterstreicht.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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