Bild folgtKI-generierte IllustrationMuscari comosum
Auch bekannt als: Schopfige Traubenhyazinthe, Schopf-Traubenhyazinthe, Schopfbisamhyazinthe
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Den Schopf-Träubel erkennst du sofort an seinem auffälligen, violetten Schopf aus unfruchtbaren Blüten, der wie ein kleiner Pinsel über den eigentlichen braun-grünlichen Blüten thront. Er ist eine Besonderheit im Naturgarten, da er als gefährdete Art der Roten Liste 3 gilt und dringend geschützte Standorte benötigt. Besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) profitiert im zeitigen Frühjahr von seinem Nektarangebot. Mit dieser Zwiebelpflanze holst du dir ein Stück ursprüngliche Kulturlandschaft in dein Beet. Wenn du einen sonnigen Platz mit durchlässigem Boden hast, wird er dort über Jahre zuverlässig wiederkehren und dich jedes Frühjahr erfreuen.
Seltener Überlebenskünstler: Ein violetter Schopf für die Gehörnte Mauerbiene.
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Als gefährdete Wildpflanze der Roten Liste 3 kommt dem Schopf-Träubel eine hohe Bedeutung für den regionalen Artenschutz zu. Er dient nach aktuellen Bestäubungsdaten als wichtige Nahrungsquelle für die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta), die bereits im zeitigen Frühjahr aktiv ist. Auch Honigbienen (Apis mellifera) und verschiedene Individuen der Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) besuchen die Blüten zur Nektaraufnahme. Da die Art in der freien Landschaft durch intensive Landwirtschaft selten geworden ist, bieten Gärten entscheidende Trittsteinbiotope (vernetzende Lebensräume). Die Kombination aus sterilen Lockblüten oben und fruchtbaren Nektarblüten unten macht ihn zu einem hocheffizienten Ziel für Insekten.
Der Schopf-Träubel ist nicht als kindersicher eingestuft. Er enthält Saponine (seifenähnliche Inhaltsstoffe), die bei Verzehr von Pflanzenteilen oder Zwiebeln zu Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden führen können. Achte daher darauf, dass Kinder keine Teile der Pflanze in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Apr
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Der Schopf-Träubel bevorzugt vollsonnige und warme Plätze im Garten.
Er gedeiht am besten auf durchlässigen, kalkhaltigen und eher nährstoffarmen Böden ohne Staunässe (Wasserstau im Boden).
Die Pflanzung der Zwiebeln erfolgt idealerweise von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Alternativ kannst du im Frühjahr von März bis Mai vorgezogene Pflanzen setzen.
Gießen ist nur bei extremer Frühjahrstrockenheit nötig, da die Art sehr gut an Trockenheit angepasst ist.
Lass das Laub nach der Blüte unbedingt vollständig vergilben; die Pflanze zieht die Nährstoffe in die Zwiebel zurück.
Eine Düngung ist in der Regel nicht erforderlich und würde nur konkurrenzstarke Gräser fördern.
Die Vermehrung geschieht langsam über Tochterzwiebeln oder durch Selbstaussaat an zusagenden Stellen.
Gute Partnerin: Die Wilde Tulpe (Tulipa sylvestris), da beide ähnliche Ansprüche an sonnige Magerstandorte stellen und gemeinsam den Frühlingsaspekt ökologisch aufwerten.
Der Schopf-Träubel gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) innerhalb der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, wobei er als Archäophyt gilt – also eine Art, die bereits vor langer Zeit durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde. Sein typischer Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und traditionelle Weinberge. Markant ist der zweigeteilte Blütenstand mit den obenstehenden, leuchtend violetten Schmuckblüten und den darunterliegenden, unauffälligeren fruchtbaren Blüten.
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20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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