Bild folgtKI-generierte IllustrationGalanthus nivalis subsp. nivalis
Auch bekannt als: Galanthus nivalis subsp. nivalis
8
Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
Das Gewöhnliche Schneeglöckchen erkennst du an den drei reinweißen äußeren Blütenblättern, die ein hängendes Glöckchen formen, und den kleineren inneren Blättern mit ihrem markanten grünen Fleck. Für deinen Naturgarten ist es eine der wichtigsten Pflanzen, da es oft die erste Nahrung nach dem Winter bietet. Besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Waldhummel (Bombus sylvarum) sind an milden Februartagen auf diesen frühen Nektar angewiesen. Als heimische Art steht es bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste, weshalb du mit jedem Grüppchen im Garten einen echten Beitrag zum Artenschutz leistest. Wenn du einen Platz unter sommergrünen Sträuchern frei hast, solltest du dieses Juwel dort unbedingt ansiedeln.
Erste Rettung für die Gehörnte Mauerbiene: Einheimisch und unverzichtbar.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Schneeglöckchen eine lebenswichtige Energiequelle für die ersten Fluginsekten des Jahres. Besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Honigbiene (Apis mellifera) nutzen die Blüte zur ersten Stärkung. Auch die Waldhummel (Bombus sylvarum), die zu den selteneren Hummelarten gehört, findet hier Nahrung. Da die Art in der Natur rückläufig ist und auf der Vorwarnliste (V) steht, fungiert dein Garten als wichtiges Trittbiotop (vernetzter Lebensraum). Durch die Mykorrhiza-Verbindung im Boden fördert das Schneeglöckchen zudem ein gesundes Boden-Edaphon (Gesamtheit der Bodenlebewesen).
Das Schneeglöckchen ist nicht kindersicher, da alle Pflanzenteile – insbesondere die Zwiebel – giftige Alkaloide enthalten. Achte darauf, dass weder Kinder noch Haustiere Teile der Pflanze verzehren. Beim Hantieren mit den Zwiebeln empfiehlt es sich, Gartenhandschuhe zu tragen, um Hautreizungen zu vermeiden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.14 m
Wähle einen Standort im Halbschatten, idealerweise unter Gehölzen, die im Sommer Schatten spenden und im Winter Licht durchlassen.
Der Boden sollte humos und im Frühjahr gleichmäßig feucht sein, wobei Staunässe im Sommer zu vermeiden ist.
Die beste Pflanzzeit für die Zwiebeln ist von September bis Ende November, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Alternativ kannst du die Pflanzen im März direkt nach der Blüte umsetzen.
Setze die Zwiebeln etwa 5 bis 10 Zentimeter tief in kleinen Gruppen in die Erde.
Lasse das Laub nach der Blüte unbedingt vollständig vergilben, bevor du es entfernst, damit die Energie in die Zwiebel zurückfließen kann.
Eine Vermehrung gelingt am besten durch das vorsichtige Teilen der Tochterzwiebeln nach der Blüte.
Verzichte auf mineralischen Dünger; eine Gabe von reifem Laubkompost im Herbst reicht völlig aus.
Gute Partnerin: Der Winterling (Eranthis hyemalis) – beide teilen den Standortanspruch unter Bäumen und ergänzen sich als früheste Nahrungsquellen für Insekten.
Das Gewöhnliche Schneeglöckchen (Galanthus nivalis subsp. nivalis) gehört zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) in der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). Es ist in Deutschland indigen (einheimisch) und besiedelt natürlicherweise feuchte Laubmischwälder und Auenstandorte. Die Pflanze ist ein Geophyt (Erdüberwinterer), der die ungünstige Jahreszeit als Zwiebel im Boden überdauert. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die das Schneeglöckchen bei der Nährstoffaufnahme im noch kalten Boden unterstützt.
3 Videos zu Gewöhnliches Schneeglöckchen



8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →