Bild folgtKI-generierte IllustrationBorago officinalis
Auch bekannt als: Gurkenkraut, Kukumerkraut, Blauhimmelstern, Gurkenkönig, Borretschöl
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen leuchtend blauen, sternförmigen Blüten mit den markanten dunklen Staubbeuteln lässt sich der Borretsch (Borago officinalis) sofort erkennen. Er ist ein unverzichtbarer Akteur im Naturgarten, da er als einjährige Pflanze von März bis August eine kontinuierliche Nektarquelle bietet. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) von seinem Angebot. Durch seine borstige Behaarung und den frischen Duft bringt er eine besondere Textur in deine Beete. Wenn du ihm einmal einen Platz gibst, sorgt er durch Selbstaussaat meist ganz von allein für sein Fortbestehen.
Blaues Wunder für Wildbienen: Sechs Monate Nektar-Garantie von März bis August.
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Der Borretsch ist eine ökologische Konstante im Gartenjahr. Von der frühen Blüte im März profitiert die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta), während im Sommer die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) zu den regelmäßigen Gästen zählt. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen das Nektarangebot intensiv. Zudem bietet die Pflanze einen Lebensraum für spezialisierte Käferarten wie den Punktkäfer. Da er über viele Monate hinweg neue Blüten bildet, stellt er eine verlässliche Nahrungsgrundlage dar, besonders in Phasen, in denen andere heimische Wildblumen eine Blühpause einlegen.
Die Pflanze wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft, was an den enthaltenen Pyrrolizidinalkaloiden (sekundäre Pflanzenstoffe, die in hohen Mengen die Leber schädigen können) und der stechenden Behaarung liegt. Im Rosettenstadium besteht eine leichte Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Roten Fingerhut (Digitalis purpurea), wobei der Borretsch eindeutig durch seinen Gurkenduft erkennbar ist.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.32 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit sich die Blüten fülle optimal entwickelt.
Boden: Er bevorzugt nährstoffreiche Erde, die mäßig feucht sein sollte.
Mykorrhiza: Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen zur besseren Nährstoffaufnahme) ein, was sie widerstandsfähig macht.
Pflanzzeit: Die Aussaat erfolgt von März bis Mai direkt ins Beet oder im Herbst bis Ende November.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der ersten Hauptblüte im Juni fördert oft einen erneuten Austrieb.
Vermehrung: Er ist ein Selbstaussäer; lässt man die Samen reifen, erscheint er im nächsten Jahr zuverlässig wieder.
Kombination: Ein idealer Partner ist der Gemeine Natternkopf (Echium vulgare).
Ökologische Begründung: Beide Arten gehören zur selben Pflanzenfamilie, teilen den Standortanspruch und ergänzen sich in ihrer Attraktivität für Wildbienen.
Der Borretsch (Borago officinalis) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und ist im gesamten deutschsprachigen Raum verbreitet. Er wächst bevorzugt an sonnigen Standorten auf stickstoffreichen Böden, wie man sie oft in Gärten oder auf Ruderalflächen (vom Menschen beeinflusste Rohbodenstandorte) findet. Morphologisch zeichnet er sich durch seine hohlen, bis zu 70 Zentimeter hohen Stängel und die steifen Borstenhaare aus. Die Blüten sind in Wickeln (einseitig gewendete Blütenstände) angeordnet, die sich sukzessive öffnen und so die lange Blütezeit gewährleisten.
50 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
10 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →