Bild folgtKI-generierte IllustrationAnacamptis morio
Auch bekannt als: Orchis morio subsp. morio
6
Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren purpurfarbenen Blütenständen, die oft durch grüne Längsnerven an den seitlichen Kelchblättern markiert sind, fällt das Salep-Knabenkraut (Anacamptis morio) sofort auf. Diese heimische Wildorchidee ist ein wertvoller Bestandteil von Magerwiesen (nährstoffarme, ungedüngte Wiesen) und bietet wichtigen Bestäubern wie der Wiesenhummel (Bombus pratorum) und der Steinhummel (Bombus lapidarium) eine Anlaufstelle im Frühjahr. Da sie streng geschützt ist, bringt sie eine besondere Exklusivität und ökologische Verantwortung in deinen Garten. Mit dieser Pflanze förderst du die Artenvielfalt auf kargen Böden ganz gezielt. Hast du schon einen sonnigen, mageren Platz für diese Kostbarkeit reserviert?
Frühjahrsjuwel und Hummelmagnet: Die heimische Orchidee für kalkreiche Gärten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Salep-Knabenkraut eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Hummelarten. Besonders häufig besuchen die Wiesenhummel (Bombus pratorum) und die Steinhummel (Bombus lapidarium) die purpurfarbenen Blüten. Auch die Gartenhummel (Bombus hortorum) sowie die Ackerhummel (Bombus pascuorum) nutzen das Angebot in den Monaten April bis Juni. Obwohl die Pflanze keinen Nektar produziert, lockt sie durch optische Signale Bestäuber an, was in der Biologie als Nektartäuschung bezeichnet wird. So sichert sie die Befruchtung und fördert die Insektenvielfalt im frühen Gartenjahr.
Das Salep-Knabenkraut ist als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen kleine Kinder unbeaufsichtigt spielen. Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit anderen Knabenkraut-Arten, die jedoch ebenfalls unter Schutz stehen. Die Pflanze sollte niemals in der freien Natur ausgegraben werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Wähle einen vollsonnigen Standort auf einem nährstoffarmen, kalkhaltigen Boden.
Da die Pflanze Magerstandorte bevorzugt, darfst du den Bereich niemals düngen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Achte auf eine gute Drainage, da Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) die Knollen schädigen kann.
Der Boden sollte während der Wachstumsphase im Frühling mäßig frisch, im Sommer jedoch trocken sein.
Da die Orchidee im Hochsommer komplett einzieht, solltest du den Standort markieren, um sie nicht versehentlich zu übergraben.
Vermehrung erfolgt meist durch Selbstaussaat, sofern die Standortbedingungen und die Symbiosepilze im Boden passen.
Gute Partnerin: Die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) – dieses heimische Gras teilt die Ansprüche an magere Kalkböden und bietet einen natürlichen Rahmen.
Das Salep-Knabenkraut gehört zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae) und ist in Deutschland und Österreich weit verbreitet, wenn auch regional selten. Sein typischer Lebensraum sind Halbtrockenrasen (trockenere Wiesen auf Kalkboden) und Bergwiesen bis in mittlere Höhenlagen. Morphologisch zeichnet es sich als Geophyt (Pflanze, die ungünstige Zeiten unter der Erde überdauert) durch zwei rundliche Wurzelknollen aus. Ein besonderes Merkmal ist der meist lockere Blütenstand, wobei die oberen Blütenblätter oft helmartig zusammengeneigt sind.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →